Ich habe mittlerweile 3x angefangen, einen analytischen, fundierten und gut recherchierten Artikel darüber zu schreiben, aber ich bin jedes Mal so wütend geworden, dass ich den Text wieder verworfen habe. Außerdem gibt es ohnehin schon eine Million Postings dazu, nicht nur im internationalen, sondern auch im deutschsprachigen Raum. Wenn man auch nur einen Bruchteil der Beiträge anliest, könnte man auf die Idee kommen, die Sache wäre sehr kompliziert. Das ist sie aber nicht: Sie ist ganz einfach.

Ich lass mir vom Papst weder die Pille noch unehelichen Sex (oder das Schreiben über selbigen) verbieten, ich lass mir von irgendwelchen Mullahs keine Karikaturen verbieten, auch wenn sie alle 12 grottenschlecht sind, ich werde auch weiterhin die Zeugen Jehovas nach Strich und faden verarschen, wenn sie in meine Wohnung kommen, ich lass mir von den Hindus mein Steak nicht verbieten (nicht, dass die jemals etwas derartiges versucht hätten), und übrigens lass ich mir von bigotten Amerikanern auch keine Stones-Texte verbieten. All das, so verschieden es auch in Größenordnung und Auswirkung anmuten mag, läuft bzw. liefe nämlich auf ein und dasselbe hinaus: Jemand, der glaubt, er verstünde mehr vom Leben (oder vom Tod) als unsereins, versucht auf Basis nicht belegbarer “Erkenntnisse”, mühsam erworbene Freiheiten zu beschränken.

Die freiwillige Unfreiheit des Einen darf unter keinen Umständen unfreiwillige Unfreiheit eines Anderen fordern. Punkt.

Ich bin hingegen durchaus bereit und willig, bei der Besichtigung italienischer Kirchen und auf den Straßen moslemischer Länder keine kurzen Hosen oder ärmellosen T-Shirts zu tragen, in zweiterem Fall meinetwegen auch ein Kopftuch; ich werde niemals an amerikanischen Stränden provokant mein Bikini-Oberteil ablegen, bei Auftritten in einem Schul-Umfeld lasse ich meine unanständigen Texte zu Hause, und im Hindu-Restaurant werde ich nicht nach Tafelspitz fragen.

So weit geht mein Respekt, und weiter will ich ihn auch nicht mehr gehen lassen. Das ist mein “Deal”.

Dass der blutdürstige, fahnenverbrennende Mob nicht mit “den Moslems” gleichzusetzen ist, sollte aber auch jeder verstehen.