Und zunehmend nervt mich dieses Gerede von Killer-Apps, Killer-Gadgets und Killer-Wasauchimmers. Kein Tag vergeht, in dem nicht irgendein Dienst, eine Software, ein Gerät oder eine Idee gekillt wird – die meisten davon müssen locker 999 Leben haben, so oft hat man sie schon um die Ecke gebracht. Wer baut den echten iPhone-Killer? Wird Facebook Google killen? Und wie oft wurde RSS mittlerweile gekillt?

Ich ja nicht einmal auf die Gewaltphantasie hinaus, die in dieser ganzen Mordgeschichten steckt – Abstraktion ist dem Menschen durchaus zumutbar. Aber die Welt ist nicht Highlander, und daher gibt es auch hier und jetzt von fast allem mehr als eins. Und wenn der nächste halb-hirntote Schreiber-Zombie wieder einmal schriftstellerisch eine Technologie killen will, dann wünsche ich ihm eine gute Fee, die ihm sanft aber unwiderstehlich die Wahrheit beibringt. Ist doch ganz einfach: Sogar Apple, Microsoft und IBM sind durchaus noch am Leben. Alle 3.

Take that, Killer-Journalists.