Ich kann wieder sehen!

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase (ähnlich, wie man nach einer Woche ohne Brille mit der neuen plötzlich das Gefühl hat, übertrieben scharf und klar zu sehen) bin ich sehr zufrieden mit meinem Neuen. Und es macht wieder Spass, herumzusurfen, und das Netz liest sich wie frisch gewaschen. :)

In diesem Sinne vielen Dank für die luftigen Grüße aus Berlin! Warum diese Fetzenflügler nicht herunterfallen, habe ich physikalisch auch noch nie verstanden. Aber ich würde schon gern mal…

Dann gibt’s noch eine weitgestreute Diskussion über Trackbacking, einerseits ausgehend von Horst Prillinger, der eine Art Netiquette des Trackbackens postuliert, andererseits von Martin Röll, der gestern schon ein Plädoyer für mehr Trackbacks veröffentlicht hat (mit einer Begründung, die mir seit meiner damaligen Ratlosigkeit auch langsam zu dämmern beginnt) , sich aber auch heute mit Prillingers Artikel beschäftigt. Die vom Aardvark aufgestellten Regeln kamen allerdings beim Schockwellenreiter nicht so gut an – erstens wegen der “Regulierungswut”, zweitens weil er meint, dass auch ein simpler Link ein Trackback rechtfertigt. So richtig interessant wird es dann bei Melody, die Martins Regeln zwar theoretisch vorzieht, praktisch aber lieber dem Schockwellenreiter folgt. Eine Meinung, der ich mich vorbehaltslos anschließe, seit mich kürzlich eine durchaus auch liebe Freundin um 8 Uhr Früh (gibt es tatsächlich noch Leute, die nicht wissen, dass ich um 8 Uhr früh unansprechbar bin?) angerufen hat, um mich empört zu fragen, wieso ich denn noch gar nicht darauf reagiert hätte, dass sie mich gestern so nett verlinkt hätte? – (Danach habe ich angestrengt nachgedacht, aber ich konnte einfach nicht festlegen, wann ich aufgehört habe, dreimal täglich gespannt meine Referrers zu checken. Muss wohl graduell gewesen sein.)

Spannend an dieser Diskussion finde ich, dass einmal ganz einfach klar und offensichtlich wird, wie verschieden einzelne Menschen bzw. Gruppen die Möglichkeiten und Vorteile eines technischen Angebots wahrnehmen – und dieses dann unterschiedlich verwenden. Das wäre doch glatt wieder Mal ein Thema für meine Netzethnologen. (Sufi? Ory? Seid ihr noch da?)

Und außerdem bin ich in heftigem Zweifel, wen ich denn jetzt mit diesem Beitrag trackbacken soll. Und: darf man überhaupt trackbacken, wenn sich der Artikel mit mehreren Themen zugleich beschäftigt? Fragen über Fragen. Ich werfe einfach einmal ein paar Trackbacks in die Runde und warte ab.

Ein besonders guter Tipp (ich bleibe hier mal bei der neuen Rechtschreibung, soweit sie nicht im Auge schmerzt) vom Aardvark:

If your weblog software allows you to write excerpts of your article, write an excerpt if you send a Trackback ping. If you don’t write an excerpt, simply the first 80 characters or so will be sent, and often these 80 characters may not make a lot of sense.

Dafür werde ich gleich Mal ein neues Feld anlegen (In der EE ein Kinderspiel) . Das löst dann auch gleich das leidige Problem mit den Umlauten. Zu spät für diesmal, aber danach bestimmt sehr schön.