Diese Geschichte darf keinen Helden haben. Einen einzelnen Menschen, einen einzelnen Ort herauszuheben wäre Verrat an der Sache. Ihr Protagonist ist ein Kollektiv, die Masse der argentinischen Kellner, die schwarz-weiß den Alltag in den Straßen der Hauptstadt beleben, die Menge der Kaffeehäuser von Buenos Aires, die ihre europäischen Vorbilder an Schönheit, stiller Eleganz und Stimmung überflügeln. An einigen Stellen wird es um einstürzende Stuckdecken gehen, um anarchistische Tellerwäscher, eine Tangotänzer-Revolte und immer wieder um Metallkännchen mit Leitungswasser und Tellerchen mit Keksen, ohne die dir hier kein Kaffee unter die Augen tritt. Wahrscheinlich wird es auf so was wie eine Liebeserklärung hinauslaufen.

Die Zeit über Kaffeehäuser in Buenos Aires