Der Bankomat, den wir jetzt brauchen, steht erst am nächsten Platz, nämlich dort, wo der Spar ist, der gestern offen war, obwohl er laut Anschlag längst hätte geschlossen sein sollen. Der Spar ist übrigens auch heute offen, obwohl er – laut Anschlag – sonntags fest zu ist. Das interessiert uns aber momentan nicht weiter – denn in der Halle vor dem Spar ist ein kleiner Stand, in dem alles, was man sich vorstellen kann, in einen Blätterteigmantel gebacken und dann noch warm verkauft wird. Endlich Frühstück! Ich nehme etwas mit Marmelade, der Sufi etwas mit Wurst. Danach interessiert uns die Sache mit dem Spar aber doch, denn Blätterteig macht durstig, und ein eisgekühltes Mineralwasser ist ja auch was wert.

Während der Sufi Nachschub holt, sitze ich auf der Parkbank und blinzle in die Sonne, beäugt von Kirchgängern und anderen vereinzelten Sonntagsvormittagsspazierern. Einer stöbert im Mistkübel und beantwortet 10 Schritte weiter ein Handy, das in seiner Jackentasche klingelt; seltsame Kontraste, die man wahrscheinlich auch zu Hause sehen könnte, wenn man zu Hause an einem Sonntagmorgen um zehn Uhr in einem innerstädtischen Park sitzen würde.