Während neben der Abarbeitung des kaum kleiner werden wollenden To-Do-Berges der Arte-Themenabend Nordkorea vor sich hin plätschert, verstehe ich plötzlich diese seltsame unerklärliche Sehnsucht, die mich angesichts eines altmodischen Herrgottswinkerls ebenso heimsucht wie angesichts eines kommunistischen Jugendlagers: Es ist der Wunsch,  uneingeschränkt an etwas glauben zu dürfen, wie die Großmutter an ihren Heiland, wie die strahlenden 12-jährigen an den Traum der sozialen Gerechtigkeit.

Es liegt eine für den “aufgeklärten” Geist kaum fassbare Geborgenheit in diesem Vertrauen auf – irgendetwas. Ob das jetzt Religion ist, Ideologie, Wissenschaft oder immerhin die Liebe. Irgendetwas.