Es war einmal, und es war in den Zeiten, als Weblogs sich noch frisch und cool anfühlten, als das Netz zwar nicht mehr neu, aber noch täglich wunderbar aufregend war. Es war ichweißnichtmehrgenau wann, denn die meisten Blogs wurden seither mehrfach geöffnet und geschlossen und sind mehrfach umgezogen, und wer merkt sich das schon, man macht eben, jetzt und hier, und nicht für alle Zeiten. Es war ein Satz aus den Tiefen der Kommunikationsgeschichte, mit dem damals ein neues deutschsprachiges Weblog furios die Szene betrat. Der Satz “Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“.

Der intelligente Witz in den Texten und die Freude an den gleichen Dingen (zum Beispiel Douglas Adams, Katzencontent und gute alte Musik) ließen “Industrial Technology und Witchcraft” sofort in die ewige Top 5 meiner liebesten Seiten aufsteigen, und auch wenn ich Majo nie persönlich getroffen und im Lauf der Jahre nur wenige direkte Mails mit ihm gewechselt habe, hatte ich ihn gern in einer fern-vertrauten Art, die dieses wundersame Internet ermöglicht hat.

Jetzt ist er nicht mehr da.

Machs gut, Majo. Und danke für den Fisch. Und für die Musik. Und für den Floßflug. Und überhaupt.