Gedruckte Weblogs oder gewebloggte Bücher


Der Kurier berichtet über Weblogs und Weblog-Bücher und linkt in dem Artikel unter anderem auf die Wortwerkstatt. Also erstmal: Willkommen, liebe Kurier-Leser!

In der Kürze des Kurier-Artikels mag dem Uneingeweihten aber manches verwirrend vorkommen – geht es doch um zwei unterschiedliche Dinge: Zum einen die Veröffentlichung von Blogtexten auf Papier, zum anderen die online-Veröffentlichung eines literarischen Werkes. Beides kann, laut englischer Wikipedia, Blook heißen – was sicherlich nicht zur Begriffs-Entwirrung beiträgt.

Bücher (egal ob aus der Schublade oder aus Blogeinträgen) ohne klassischen Verlag und nur in der jeweils benötigten Auflage zu produzieren, ist keine neue Idee. Das “neue” an dem im Artikel vorgestellten on-Demand-Publisher Lulu ist eigentlich nur, dass dort dieses Prinzip speziell für Blogs vermarktet wird. Ansonsten sind die Angebote (auch preislich) ziemlich ähnlich den bereits etablierten on-Demand-Verlagen, deren bekanntester Vertreter im deutschsprachigen Raum wohl BOD (Book on Demand) ist.

Ein ganz anderes Thema sind Werke, die in Blogform veröffentlicht werden. Die Grenze zu einem “normalen” literarischen Blog ist dabei sehr fließend. Das im Artikel genannte Hackoff ging einen Schritt weiter und stattete die fiktive Firma aus der Story zB mit einer eigenen Firmenwebseite aus – ein schönes Beispiel dafür, wie online-Publishing über die übliche Form eines einzigen zusammenhängenden Textes hinauswwwachsen kann.

Literarische Weblogs in deutscher Sprache werden z.B. auf Litblogs.net gesammelt.

Mein (kurzer) ursprünglicher Eintrag zum Thema “Blooks” findet sich hier.

 


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