Gestöber


Langsam aufwachen, widerwillig, warum so müde, da war doch Schlaf genug, heute und gestern auch? Schon die Hand, die ausgeschickt wurde, um die Decke noch einmal 5 Minuten besonders kuschlig zusammenzuraffen kommt zurück mit der Botschaft: kalt!!! Da fangen auch schon die Nachrichten an, nichts Besonderes, dann der Wetterbericht: Es schneit von Vorarlberg bis Wien. Das ist schockierend genug, um aufzuspringen und die Vorhänge zurückzuziehen, tatsächlich, da herrscht ein Gestöber, eilig und dicht, als könnten die kleinen weißen Dinger gar nicht schnell genug runterkommen, als hätten sie es eilig, alles zuzudecken und die Erinnerung an milde Wintertage zu vertreiben.

Schnee ist schlecht fürs Gemüt, zumindest für meins. Schnee hat dunkel etwas mit Tod zu tun, mit Vergeblichkeit, mit Hilflosigkeit. Man möchte sich gut zugedeckt in eine Ecke setzen und warten, dass es aufhört. Falls es jemals aufhört.

Stattdessen an die Arbeit.


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