Dieser Widerwillen: Gegen das Betonerne. Gierig trinke ich das Grün, die Weite. Ich bin ganz Kern, auf dem Rückweg kann mich nichtmal der Kurzausflug ins Bergige  erschüttern. Die Berge mit ihren Winterwunden. Die Pistennarben. Die Liftnähte.

Die Sprachgewalt: Mega-Nachtpisten! Magic Mountain XPress! Zau[:ber:]g! Hirschenkogel: Total in! …du weisst, du wirst alt, wenn du dich nach der Zeit zurücksehnst, in der eine simple Hirschenkogel-Seilbahn zum Gipfel gondelt, von wo aus du Pisten, meinetwegen blau und rot und schwarz, ohne 10 Meter hohe Stadionscheinwerfer zu Tal fließen. Als ein Aussichtsturm ganz einfach Aussichtsturm hieß – und nicht Erwin-Pröll-Millenniumswarte.

Aber was soll’s, das heißt wohl Fortschritt in der Freizeitindustrie und kann mich wie erwähnt nicht wirklich erschüttern, nicht nach einer Woche auf der grünen Wiese mit den Fallschirmspringern, nicht nach 2 Tagen auf einem herzlichen, spannenden und streckenweise auch recht surrealen Flieger-Jahrmarkt. Brav auf dem Berg Kuchen gegessen und auf der Enzianhütte Spritzer getrunken, um unseren Gästepflichten nachzukommen. Begeisternd dagegen das Seewirtshaus, auf dessen Terrasse wir mit Blick auf See und Sonnenuntergang eine letzte Außenmahlzeit zu uns nehmen; begeisternd genug, um die einfallende Kälte zu vergessen.

Kalt. auch nach der Rückkehr ins Graue. Noch nie habe ich im Juli in Wien die wollene Überdecke ausgepackt. Am Land hat das Vorteile: Die Gelsen halten sich zurück.

Hier Einiges nachzutragen. Leider ruft Arbeit, zuerst.