Herbst in der Stadt

Im Park läuft ein Eichhörnchen neben einem Jogger her, er auf dem Kiesweg, das Eichhörnchen im Gras. Als er stehenbleibt, um sein Telefon aus der tasche zu nehmen, bleibt auch das Eichhörnchen stehen, schaut kurz in alle Richtungen, und klettert dann, wie schulterzuckend, auf den nächsten Baum.

In der U-Bahn menschliche Halloween-Überreste, mit ganzem oder teilweise übriggebliebenem Schauder-Makeup. Ich hätte ja auch mal wieder Lust auf einen voll-verkleideten Halb-Exzess, aber dann irgendwie auch wieder nicht.

Zu Hause läuft die Arbeit schleppend. Zu angenehm der 3Sat-Globetrotter-Thementag, zu bestimmend das Gefühl, dass ich ja eigentlich viel lieber ganz andere Dinge tuen würde. Azulejos fotografieren in Portugal zum Beispiel. Oder mal wieder ein richtiges Nanowrimo mitmachen. Oder vielleicht auch einmal eine Woche lang gar nichts, jedenfalls nichts, auf das jemand wartet. Denn auch das Strickzeug liegt schon wieder viel zu lang unbeachtet herum, und der Bücherstapel neben dem Bett sowie am Kindle könnte mich auch tagelang unterhalten.

Dann immerhin dieser Sonnenuntergang. Wie der wohl von oben aussieht?