Da war ein Text, der war fast fertig. Und das war auch gut so, denn die Zeit bis zum Abgabetermin war schon in Stunden zu messen. Die an sich gutgläubige, aber in Zweifelsfällen doch sorgfältige Autorin beschloss, noch ein winziges Detail in den riesigen Weiten des Internets zu überprüfen.

Das wäre alles recht in Ordnung, das wäre alles kein Problem: Hätte nicht ein irrtümlich aufgerufenes .rtf-Dokument nicht nur die heutigen, sondern auch die alten, schon vor Tagen gespeicherten Urworte in ein nicht einsehbares Nirwana befördert.

[Liebe Leser, treten sie nun bitte ein paar Schritte zurück. Der folgende Schrei könnte ihren Trommelfellen irreparable Schäden zufügen.]

“Aaaaaahhhhhhhhhh!!!!! Ver#$?!te Sch§#!e!!!!” – Es muss eigentlich bis nach Hamburg, ach was: Bis nach New York! freien Ohres hörbar gewesen sein.

Das nachfolgende heftige Auf- und Abgehen auf der Suche nach einem langen, dicken, belastungsfähigen Gegenstand, der geeignet wäre, den ansonsten doch recht zuverlässigen Siliziumsklaven für das begangene Verbrechen gebührend zu züchtigen, wurde durch einen Büffel unterbrochen, der plötzlich und unerwartet aus dem hüfthohen Gras trat.

“Mach dir nichts draus!”, sagte der Büffel. “Alles halb so schlimm. Ich piss dir Wodka.”

Und nun wollen wir doch mal sehen (Premiere), wie sich so ein in nunmehr einer Stunde fälliger 2500-Zeichen-Text unter dem Einfluss hochgeistiger Getränke schreibt. Fortsetzung folgt, möglicherweise. Oder auch nicht.