Ich bin nämlich zu beschäftigt damit, Domains hin- und her zu transferieren, innerhalb von 4 Tagen eine neue Site in einem mir bislang unbekannten CMS (das in einer mir nur wenig bekannten Sprache geschrieben ist) zu erstellen, die deutlich mehr Umfang braucht als die gut dokumentierten Kernfunktionen bieten. Und das macht höllischen Spass, und es funktioniert ganz gut. Und daher rege ich mich auch nicht darüber auf, dass laut Herrn Summer von der Harvard University Frauen speziell für Wissenschaft und Technik die immanente Eignung fehlt.

Weiters fehlt mir auch die Zeit, mit jemandem zu diskutieren, der mir eine miserable Webseite als gut verkaufen will. Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, aber es gibt Grundregeln der Usability, die durchaus wissenschaftlich untersucht und in den Grundfesten unumstritten sind, und wer daran vorbeiprogrammiert, hat eine schlechte Webseite erschaffen. Punkt.

Und schon gar keine Zeit habe ich, mich über die eher entfernt Bekannte zu wundern, für die ich vor fast zehn Jahren mal einen Flyer gestaltet habe, und die mich heute kontaktiert hat, weil sie “ganz dringend” die Schrift von damals braucht. He, ich bin ein hilfsbereiter Mensch, und obwohl das nach dem Computergau vom Vorjahr in den schlecht dokumentierten Backup-CDs eher schwierig war, habe ich die Schrift gefunden (wobei sie mir damals übrigens versichert hatte, das wäre eine einmalige Sache, und sie würde weder Inhalte noch Layout jemals wieder für irgendetwas brauchen. Egal). Nach einer knappen Stunde, die eigentlich dafür gedacht war, die Reisetasche zu packen und den Laptop auf Vordermann zu bringen, weil ich ab morgen wieder ein paar Tage unterwegs bin, hatte ich die Schrift gefunden. Nur um in einem zweiten Telefonat anstatt eines schlichten “Dankeschön” die Frage zu hören, warum das denn jetzt so lang gedauert hätte.

Und, um die Geschichte abzuschließen, mir fehlt auch die Zeit, jetzt noch Weblogeinträge zu verfassen, weshalb ich damit auch sofort aufhöre (ohne die verworrenen Sätze wie gewohnt zu streamlinen) und stattdessen versuche, alle vor der morgigen Abreise zu erledigenden Dinge zu erledigen. Wunderbare Vollmond-Nachtschicht. Irgendetwas mache ich falsch.