Eigentlich wollte ich ja heute hier meine Gedanken über das Einkaufen im allgemeinen schreiben und über den Zwang, sich in samtagsgefüllte Einkaufscenter zu begeben und dort mit den Massen in Warenbergen zu wühlen, eine Notwendigkeit, die nur deshalb besteht, weil uns Webdesignern noch keine Technik eingefallen ist, die es erlauben würde, Kleider gemütlich vor dem Bildschirm anprobieren…. aber das mache ich jetzt nicht.

Der Schockwellenreiter fragt nämlich, ob es ein gutes Zeichen ist, wenn das elektrisierendste Erlebnis eines Donnerstags das Fell einer schwarzen Katze ist. Die Antwort lautet: Unbedingt!

Zumindest wenn es sich um eine wunderschöne, anschmiegsame, freundliche und sozial höchst verträgliche Katze wie meine handelt. Die grosse Katzenliebe meines Lebens ist zwar mit meiner Zustimmung aufs Land gezogen, wo sie mit einer anderen Katze zusammen nach einer Kindheit und Jugend in der Großstadt das Mausen und das Streunen gelernt hat, und sie fühlt sich sichtlich wohl dabei.

Aber immer noch denke ich gerne an die Nächte zurück, wenn ein schnurrender Druck auf meinem Bauch mich zuverlässiger aufgeweckt hat als der schlimmste Alptraum. An die morgendlichen Schocks, wenn der zu recht Entrüsteten meinen Schlaf zu lang dauerte, weil der Futternapf leer war, und sie ihre kalte nasse Nase in mein Gesicht gedrückt hat. An die Selbstverständlichkeit, mit der sie sich im Bett zwischen mich und meinen Freund gezwängt hat. Schliesslich war sie zuerst da!

Und wenn ich einen Besuch auf dem Lande mache, und das jetzt dort heimische Untier meine Stimme hört, ist es für sie vollkommen klar, dass sie für den Rest des Tages einen Schossplatz bei mir hat – ganz egal, ob sie gerade im strömenden Regen aus dem Wald kommt oder vom frisch gedüngten Acker nebenan.

Das ist eben die wahre Liebe. Da geht nichts drüber. (Und manchmal, wenn ich sehr sehr müde bin, sehe ich sie immer noch aus den Augenwinkeln durch die Wohnung huschen, in der sie seit 3 Jahren nicht mehr war).