Mondtage


Als wäre ich der Traum eines Entdeckers: So schwebe ich durch die Welt. An Schlaf ist nicht zu denken. Das liegt an dem großen runden, ja, aber auch an dem Sturm vor dem Fenster. Dass die Nachbarn wieder laut sind, fällt da kaum noch ins Gewicht.

Dinge zu tun, bedenken, abwägen. Logisch, denk logisch! Aber wie denn, wenn die Mondsucht die Oberhand gewinnt? Hier die Aufgabe, die Arbeit, meine Wahl. Dort die Anderswelt, die zieht und zerrt an mir.

Das Stückchen Welt, das dazwischen kommt, kommt aus dem Fernseher. Alte Filme, besser als die neuen. Diskussionen und Nachrichten. Aber weit weg, alles so seltsam weit weg.


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