Und obwohl der Tag nicht besonders heiss war: Die Nacht wird immer drückender. Zwischen besoffenen Sängern und aufgemotzten Motorrädern döse ich hinüber in die Wüste, in eine sternenklare Nacht zwischen den Dünen, und das ist viel besser so.

Dann taumelt einer in mein kleines Beduinenzelt, der da nicht hingehört, ich habe Mühe, ihn zu überzeugen, dass das nicht sein Bett ist, das ist ein bisschen peinlich, weniger für mich als für ihn morgen früh. Vor dem Zelt das Rascheln von Kamelhaar an Zeltstoff. Ich liege und schlafe nur halb und träume doch ganz, kann die ganze riesige weite Wüstenwelt um mich spüren & plötzlich rast die Rally Paris-Dakar an mir vorbei – oder doch nicht, wir sind wieder nach Wien gedriftet.

Eine kalte Dusche, dann geht es auch bei geschlossenem Fenster, mit Ventilator, wunderbar, mein Zelt steht noch & der Wind streift über den Sand, jemand singt draußen, leise und selbstvergessen, und schlafend schlafe ich ein.

Was ziemlich seltsam ist, wenn man drüber nachdenkt.