nanowrimo


Das alljährliche kollektive Wettschreiben hat mich ja schon länger fasziniert, Ich hab mich aber bisher erfolgreich gedrückt. Erst die Vorbereitungen bei Claudia Kilian haben mich, wie das so ist, spontan und unüberlegt dazu gebracht, mich selbst auch anzumelden.

Der erste Schritt soll ja angeblich der schwerste sein, aber in dem Fall stimmt das überhaupt nicht. Denn erst nach der Anmeldung beginnen die Fragen, meinem Hirn die Tür einzurennen. Die Fragen:

– Bin ich deppert? – Wahrscheinlich bin ich das; 50.000 unbezahlte Worte in 30 ganz normalen Arbeitstagen, das wird nicht nur nicht einfach, das wird eine Pferdetour. Aber ich bin entschlossen, vielleicht wiegt das das “deppert” wieder auf.
– Thema? Plot? Outline? – Ich habe mich in 2 durchgegrübelten Tagen auf zwei bislang ungeschriebene Ideen eingeschränkt, kann mich aber derweil noch nicht für eine der beiden entscheiden. Es bleiben noch drei Wochen, um denkbare Dinge im Kopf durchzuspielen; mehr, wenn ich mehr weiß.
– Sprache? Ich hatte zuerst so einen Drang, Englisch zu schreiben – eine Sprache, die für mich unbelasteter und emotionell ein bisschen freier ist als meine eigene. Aber ich glaube, ich bin mutig genug, um bei deutsch zu bleiben.
Privat oder öffentlich? – Auch da bin ich noch etwas unentschlossen – mein Schreibstil besteht zu ca. 30% aus streichen. Das heißt, um einen guten 50.000-Wörter-Text zu schreiben, muss ich 67.000 Wörter schreiben, um anschließend das überzählige wieder streichen zu können. Will ich, dass andere das später wieder gestrichene vorher noch lesen können? Eher nicht. Trotzdem denk ich, im Sinne der instant gratification werd ich doch das eine oder andere direktveröffentlichen, schon allein, um die Lust nicht zu verlieren.


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