…und Spiegel habe ich auch keinen zerbrochen. Also womit habe ich diese fortgesetzte Pechserie verdient? Jetzt sind also auch noch meine Daten weg. Scheißvirus. Und das mir (Schaden und Spott und so weiter), die seit Jahren (fast schon Jahrzehnten) herumläuft und allen predigt, wie wichtig eine aktuelle Antivirensoftware ist. Nicht dass ich keine gehabt hätte; es war halt nur die falsche. Natürlich hätte auch meine Firewall gepfiffen, wenn ich die nicht regelmäßig zwischendurch mal deaktiviert hätte, um hier einen Kommentar zu hinterlassen, dort ein paar Fotos anzuschauen oder drüben ein Formular auszufüllen. Ist ja viel einfacher, so ein Klick auf deaktivieren, als das Ding für jede Site zu konfigurieren… und in den 5 Minuten wird schon nichts passieren.

Ist ja auch nie, bis jetzt.

Natürlich hätte ein Backup auch geholfen; aber das große Backup wollte ich machen, sobald ich die Daten einmal alle “richtig geordnet” hätte. Nächste Woche ist es bestimmt so weit… denke ich mir seit eineinhalb Jahren. Verdammt blöde Idee. Natürlich gibt es auch Recovery-Programme, die hervorragend arbeiten, solange das betreffende Laufwerk – oder die Partition – nicht überschrieben wird. Das war ein recht beruhigender Anblick eigentlich. Hätte ich vielleicht gleich machen sollen, anstatt mich vorher um ein frisches, sauberes System zu bemühen. Aber wer ahnt schon, dass sich dieses blöde SP2 ungefragt nach E: entpackt? Systemzeugs hat auf E: nichts zu suchen. ANsonsten legen sie ja auch alles ungefragt nach C:. Ich lese jetzt nicht im Nachhinein die Readme und vermute Mal, dass sich das Ding die Partition mit dem meisten freien Platz aussucht. Wenn ich den Programmierer in die Finger kriege, dann…

…frage ich ihn, warum zum Teufel der Anwender sich das nicht aussuchen kann. Was anderes bleibt mir ohnehin nicht übrig.

Naja. Momentan sieht es so aus, als ob das (nicht sonderlich billige) Recovery-Dingens zumindest alle meine Bilder aus den verwirrten Bits und Bytes zusammenkratzen könnte. Somit das, was mir persönlich am meisten abgehen würde. Die Schriftlichkeiten, an denen ich momentan arbeite, sind von der letzten Abwesenheit noch am Laptop (hatte der Seeurlaub im Endeffekt doch noch sein gutes – seither habe ich ohnehin fast nur online gearbeitet); die wichtigen Dinge der letzten Zeit im Emailprogramm unter gesendet (diese Dateien sind unangetastet – warum auch immer) oder im FTP-Austausch-Ordner, die älteren vielleicht doch noch auf irgendwelchen Backup- oder Hinher-CDs? Ich mag gar nicht daran denken, wieviel Zeit mich das kosten wird, und wieviel unterm Strich trotz allem weg ist.

Strich:

 

 

Sehen sie, sie sehen nichts – weil nämlich alles weg ist.

So, und jetzt werde ich darüber nachdenken, wer einem unbekannterweise sowas antut, warum in letzter Zeit alle technischen Unglücke mich treffen und wieso ich trotz allem noch an das gute im Menschen glaube. Vielleicht sollte ich ja stattdessen einfach froh sein, dass zumindest Autos und Flugzeuge nicht auseinanderfallen, sobald ich mich ihnen nähere, und dass mein Fallschirm trotz allem ohne Komplikationen aufgeht, und das vier Mal. Details und Fotos, sobald ich mein System wieder unter Kontrolle habe. Aber das kann noch dauern.