Nirgends


Denn ganzen Tag nirgends hingegangen und nirgends hergekommen, einfach nur da gewesen, sieht man ab von den paar Schritten in die Küche oder zum Klo. Ein bisschen rumgekramt, nichts ernstes, ein paar Sachen geordnet, nichts Wichtiges. Schon lange nicht mehr gemacht: Das Haus absichtlich nicht zu verlassen – das letzte Mal so richtig und bewußt wohl damals, als die letzte lange gute Geschichte fertig geworden ist, und das inspiriert mich gleiche und ich webe an dem schillernden Faden der neuen Geschichte, die vielleicht auch einmal lang und gut wird, vielleicht aber auch versandet wie so viele vor ihr, aber im Moment des Schreibens ist das egal.

Dann erstaunt festgestellt, dass übers Internet bestellte Pizza tatsächlich ankommt.

Und jetzt, gerade noch rechtzeitig, als ich schon bereit war, eine gelangweilte Runde durch die grellbunten Satellitensender zu unternehmen, schalte ich das Radio ein und versinke jetzt langsam und bewegungslos, ihr werdet mir verzeihen, im Sumpf der Faulheit. Oh, und wenn jemand sich erbarmt und die erstklassige Playlist online stellt, dann werde ich den Link entsprechend anpassen. Wenn ich nicht zu faul bin.


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