Es ist ja so eine Sache mit der Musik, heutzutage. Ich kenne genug Leute, nicht nur Kids, die sagen “selber Schuld, wer Geld dafür bezahlt”. Ich kenne genug Quellen, um mir alles, was ich gerne hören möchte, ohne finanziellen Input zu besorgen.

Trotzdem achte ich darauf, Musik, die ich gerne höre, zumindest einmal zu bezahlen. Lacht nur. Ich mache selber Musik, und glaubt mir, wenn man sie gut machen will, dann ist das mehr als nur ein Hobby – und der Urheber hat sich seine paar Cent pro Download mehr als nur verdient.

Auf der anderen Seite ärgern mich diese ganzen Digital-Rights-Systeme bis aufs Blut. Ich meine, warum sollte ich meinen momentanen Lieblingssong nicht unterwegs hören dürfen, obwohl ich ihn gekauft habe – nur weil mein momentaner mobiler Musikspieler nicht das Logo eines angebissenen Apfels trägt?

Meine, – möglicherweise nicht legal –  aber immerhin moralisch vertretbare Vorgehensweise: Gewünschte Tracks kaufen und dieselben gegebenenfalls zusätzlich (“illegal”) herunterzuladen. Mein Gewissen ist rein, mein MP3-Player ist voll, und nur ab und zu frage ich mich, warum diese Doppelgleisigkeit denn überhaupt notwendig ist.

Nun, offenbar bin ich nicht die einzige, die diese Notwendigkeit seltsam findet; jedenfalls reagieren die Soundverkäufer mit einer Massnahme, die annehmbar ist: Premium Downloads ohne Kopierschutz. Teurer? Ja, ok. Aber annehmbar.