…entfuhr es mir eben, als ich angesichts von über 100 “access denied” Meldungen innerhalb einer Minute auf einer von mir vorübergehend geschlossenen Site an eine Hack-Attack dachte, den vermeintlichen Angreifer dann aber anhand seiner IP als Googlebot identifizierte. Zu welch seltsamen Nicht-Tierchen man eine innerliche Beziehung aufbaut, ist doch immer wieder erstaunlich.

Im übrigen war dieser Tag sehr sehr Code-lastig, erst an einer fremden, jetzt endlich hoffentlich bald wieder an meiner eigenen Bastelei. “Sie sind heute irgendwie anders” meinte sogar die Zahnarzthelferin, und ich überlegte kurz, meine Antwort in ein SQL-Fehler-Statement zu packen, verzichtete aber darauf, weil die mich dort angesichts meiner nicht immer ganz latenten Zahnarzt-Phobie ohnehin für seltsam genug halten. Das Postamt hatte noch Mittagspause, und als ich das nächste Mal vom Schirm aufsah, hatte es bereits geschlossen. Diese kleinen gelben Zettel haben etwas Mystisch-Beunruhigendes, wenn man gerade nichts Bestimmtes erwartet, und ich kann mich diesmal nichtmal beim Briefträger beschweren, denn diesmal war ich wirklich nicht zu Hause.

Die Zeit reichte gerade noch, um zum Supermarkt zu huschen und Koffein-Nachschub für die zumindest halbe Nachtschicht zu holen, die mir bevorsteht. Angesichts des um 5 vor Sieben unverschämt blauen Himmels, der mehr oder weniger fremdländischen Musik, die aus allen möglichen Fenstern drang, und der entspannten Menschen, die in Gastgärten und im Park herumsaßen, hatte ich das Bedürfnis, mit dem Fuß aufzustampfen und “Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit!” zu brüllen. Auch das ließ ich bleiben und überlegte stattdessen eine Ausbildung zur Rad- und Rollerskate-Mechanikerin, dann könnte man die Arbeitszeit wenigstens im Freien verbringen.

‘nuff said. Zurück ins Bergwerk.