Samstag, arbeitsam

Lange geschlafen, viel länger als ich eigentlich sollte. Aber man kann ja nicht immer nur sollen. Das Gras am Straßenrand schon trockenbraun.

Der große Park dagegen prahlt geradezu mit saftiggrünen Wiesen und Bäumen, siehe Bild ganz oben.. Am Tennisplatz eine Gruppe junger, sportlich aussehender  Menschen, die mit Hanteln zu spanischem Rap eine Art Aerobic betreiben. Hinter der Hecke zwei eher nicht sportlich aussehende Damen im Oma-Alter, die ohne Hanteln, dafür immer wieder kichernd, mitzumachen versuchen. Entzückend!

In der U-Bahn ein offenbar bestens gelaunter Fahrer, der wiederholt und fast rappend die Dauer der U-Bahn-Verkürzung und den Ersatzverkehr ansagt. Am Ende mehrmals “Dieser Zug endet hier, this train ends here”, es wird immer mehr zur Melodie. 

Ich teste den U4-Ersatzverkehr. Müsste man ja nicht, der ist eh da, aber mich interessiert die Zeitfrage. Zehn Minuten länger als die andere Ersatzroute, trotz äußerst mäßigen Verkehrs, alles klar.

So komme ich nach langem wieder in die Pilgramgasse, viel Baustelle nicht nur in Sachen U-Bahn. Ein lange vermisstes Mandelcroissant, ein neues Leinenkleid. Wie habe ich alle diese Sommer bisher ohne Leinenkleider überstanden?


Die Fruchtfliegen sind weg. Wo in den Vorjahren jedes noch so frische Stück Gemüse eine schwarze Miniwolke anlockte, die dann wieder verschwand, lässt sich heuer keine einzige blicken. Nicht einmal heute, als ich beim Heimkommen feststellte, dass ich gestern zwei überreife Erdbeeren auf der Arbeitsplatte vergessen hatte. Nicht dass mir die Quälgeister fehlen würden, aber es macht mich nachdenklich.


Die Arbeit geht leicht von der Hand, neben Kaffee und Erdbeeren, tatsächlich zwischendurch sogar ein bisschen aufgeräumt.


Immer häufiger die Frage, ist das nun echt oder Satire? (Spoiler: Es ist echt)
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