Ich halte mich im allgemeinen ja nicht für sonderlich naiv. Und als Verfechterin einer drogenfreien Welt bin ich im allgemeinen auch nicht bekannt.

Aber jedesmal, wenn mir irgend jemand erzählt, wie gut ihm doch Prozac (oder Konsorten) über eine depressive Phase hinweggeholfen habe; wenn ein ehemals heftiger Verfechter des völlig nüchternen Lebens begeistert erzählt, dass der vom Arzt als Alternative zu Schlaftabletten empfohlene Joint nicht nur die Schlaflosigkeit, sondern auch gleich die Beziehungsprobleme kuriert hat, finde ich ich da irgendwie etwas falsch daran.

Je mehr sich der Verdacht erhärtet, dass Gefühle nichts anderes sind als chemische Reaktionen, desto ungehaltener macht mich das.