Heftiger Sex, jenseits der Gåssn. Man möchte glatt Haltungsnoten vergeben, akustisch also, denn zu sehen sind sie nicht. Sie: Etwas zu enthusiastisch, als würde sie für den Auftritt in einem Porno üben, er: besser, lässt es lautlich langsam angehen, ein betont schweres Atmen zuerst, das langsam zu einem Stöhnen wird, sich nach nach mit verstreuten “Oh ja, Du!“s hochschaukelt, bis schließlich die Stimmen nicht mehr so gut zu unterscheiden sind,

dann Stille. Ein bisschen später, genau gegenüber von meinem Fenster sucht immer noch ein weißer Gesichtsfleck nach den Urhebern, plötzlich unten schwere Schritte und ein Gemurmel, das sich zum Statement erhebt: “…tät i den Bledsinn mit der Schiene verbieten, verstehst, wenn i Ratspräsident warat, des gäbats ned, die Subventionen für die Eisenbahn, aber dafür san de jå ålle z’bled!” – Die Einwände des Begleiters zu leise, um bis zu mir zu dringen, auch meine denk ich mir lieber, als sie hinunterzuschreien. Von irgendwo schrägrechts angenehme Orientalenmusik, die langsam ausfadet. Nach einer Weile ein Frauenlachen, das in sanften Husten übergeht. Vom Park her bellt hysterisch ein kleiner Hund;

Sommer eben. Nur die Grillen zirpen nicht mehr, seit sie die Bäume ausgetauscht haben.