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Sonntag (Journal #76)

Die Wassermelone habe ich mir redlich verdient, denn ich habe sie in den vierten Stock getragen. Es ist ein stiller Sommersonntag, der sich selbst nur durch ein leises Lachen aus Kaffeehausgärten erzählt. Morgens dachte ich noch, den Tag still hinter dem Computer zu verbringen, doch am frühen Nachmittag schickt mich die Sommerunruhe hinaus. Ich mache meine Schritte muskelkatrig langsam, aber ich mache sie froh. Es ist schwül, aber nicht mehr so heiß wie zuletzt. Man könnte kalt duschen, aber man muss es nicht mehr. Ich mag meine schlamperte Hochsteckfrisur, doch vor den nächsten Geschäftsterminen ist definitiv ein Friseurbesuch nötig. Für heute im Kühlschrank Schafskäse und Oliven, dazu ein Stück Fladenbrot. Schlimmstenfalls lauert in der Gemüselade noch ein Bier.

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