Es ist still hier. Nein, das ist gelogen. Es ist still in mir. Und die Wasseroberfläche, die ist auch still geworden. Wie sie immer schon still geworden ist, hier, gegen Abend. Drüben auf der Burg eine riesige Fahne. Rot-Gelb-Grün. Das kenn ich doch, Rot-Gelb-Grün?

Hinter dem Wohnwagen kichern die Franzosen, in Blickrichtung kichern zwei halbwüchsige Mädels, die mit ihrem Vater Frisbee spielen. Ich frage mich, wieso mich dieses Kichern mehr als alles andere nervt. Das war immer schon. Vielleicht, weil ich nie Teil so einer Kicherwolke sein konnte? Es schon war, aber nie richtig? Nie ganz?

Seltsamerweise widerstrebt es mir überhaupt nicht, hier zu sitzen und an meinen Archiven rumzuprogrammieren. Im Gegenteil, es macht sogar Spass, in diesem Halbwetter, nachdem das Kind mit dem Sufi zum Fischen abgedampft ist. Ich war ziemlich froh, als sie abgedampft sind, und erstaunt, dass das Kind offenbar Wert auf meine Gesellschaft gelegt hätte.

Und jetzt, hier, plötzlich, ist der Computer kein Widerspruch mehr zum See, auch nicht zu den Bäumen und zur Burg, und das Ringsumgekicher stört mich zwar ein bisschen, aber eher unterschwellig. Hintergründig.

Und jetzt geh ich vielleicht trotz des Nichtwetters noch eine Runde schwimmen. Dann unter die heiße Dusche.