Summerswap (organisiert vom mittlerweile verschollenen Couchblog; Anm. 2016)

Hier meine Tracklist:

01
Intro taken from the Blues Brothers (4 sec’s to get into the mood)

02 The Strokes – Last Night
Auf der schlecht gepflegten Nebenstraße holpern wir dahin, ziemlich (p)un(k)gehobelt. Lass die Gitarren röhren & genieß den Fahrtwind. Die Nase ein bisschen aufgebrannt von der Sonne, das macht nichts, das gehört dazu.

03 Nickelback – Fly
Jetzt wird die Straße besser, wir können ein bisschen aufs Gas steigen. Fühlt sich fast an wie fliegen. Mit dieser Stimme bis ans Ende der Welt!

04 Calexico – Ballad of Cable Hogue
Bevor wir noch in eine Radarfalle tappen, nehmen wir die Geschwindigkeit wieder etwas zurück. Ist ja auch sehr angenehm, so durch die langsam abendlich golden werdende Landschaft zu gleiten… ist das Mexico? Südfrankreich? Egal. Schön.

05 Thomas D – Uns trennt das Leben
Wie die Sonne langsam tiefer sinkt und rot wird, fallen einem alte Geschichten ein. Nicht allzu sentimental, nur ein bisschen.

06 Susan Tedeschi – It hurt so bad
Aber jetzt. Der schönste Sonnenuntergang seit Menschengedenken. Da vorne taucht auch noch das Meer auf. Das ist der pure Kitsch. Vielleicht aussteigen, am Strand spazierengehen?

07 Starsailor – Tie up my Hands
Nein, lieber weiterfahren. Am Meer entlang nach Süden geht es weiter, erst noch etwas befangen, aber während der Sonnenuntergang blasser wird, geht die Musik auf und leuchtet. Das ist besser. Viel besser.

08 Firewater – She’s the Mistake
Wir kommen in eine mittelgroße Stadt. Die Straßenlampen in der Dämmerung verbreiten dieses undefinierbare Mittelding zwischen kleinbürgerlicher Tristesse und beglückender Fremdheit. Gut, da wollen wir stehenbleiben, rasten, irgendwo ein Glas Wein trinken und vielleicht eine Kleinigkeit essen. Da vorne ist schon ein Lokal, mit Gastgarten, wunderbar.

09 The Moldy Peaches – Jorge Regula
Im Kleinstadtgastgarten spielt eine Kleinstadtband. Gutmütig gemacht durch den lauen Abend und durch den erstklassigen Rotwein hören wir ihnen mit einem aufmunternden Lächeln zu.

10 Built to Spill – Strange (Liveversion)
Jetzt ein Spaziergang. Wer jetzt nicht Teil eines Liebespärchens ist, ist normalerweise arm dran. Aber nicht wenn solche Melodien durch die Nacht schweben, von irgendwoher. Wie schön das zu dem Wind passt, der endlich die Tagesschwüle auflockert und um die Schultern streicht zärtlicher als jede Umarmung.

11 Paul Weller – Sweetpea
Wer immer da eine Party gibt, hat einen guten Musikgeschmack. Davon begleitet geht es langsam zum Auto zurück. Den ganzen Weg zurück oder doch lieber hier irgendwo bleiben, wenn ein Zimmer frei ist? Überlegen und auf das Ende des Songs warten, dann starten und losfahren.

12 Manic Street Preachers – Let Robeson sing
Da war doch diese kleine Pension, nur circa drei Songs von hier. Auf der dunklen Landstraße flammt das Tagesglück noch einmal auf und verlangt nach mehr, viel mehr, rotem Wein. Bald kommen wir an…

13 Polo Montanez – Bajar un million des estrellas
Unter einer Million von Sternen geht es dahin, durch welches Land? Längst vergessen oder nie gewusst und eigentlich völlig unwichtig.

14 Bob Dylan – Romance in Durango
Den Hügel hinauf wird es noch einmal ein bisschen wilder. Was ist der Sinn des Lebens? Leben. Sonst nichts? Nein, das genügt.

Track 15 Ulf Lundell – Serengeti
Oben steht das Haus und es sind Zimmer frei. Ein Glas Wein gibt es auch noch und gratis dazu diesen Blick über dunkle Landschaft, weit weg die Lichter der Stadt. Entspannen. Angekommen sein.

16 Dorian – Drinking, Sleeping, Loving
Und so endet dieser Tag. Drinking, Sleeping, Loving. In der schönsten aller Sommernächte lieber eine Second Hand Love Affair als gar nichts Warmes im Bett.