Aprilmond

IMG_4471Hätte mich heute einer nach dem Wetter in Wien gefragt, wäre ich wohl etwas überfordert gewesen. „Ja eh schön sonn… moment, da kommt grad ein Schneesturm. Boah, Wasser und Schnee waagrecht durcheinander. Wart Mal, war das ein Donner? Oh, da hinten kommt ja schon wieder die Sonne…“

Abends vom Schreibtisch aus den Mond aufgehen sehen, aufgestanden, die Kamera genommen, zum Fenster gegangen – weg war er. Und kam nicht wieder raus. (Am Samstag ist übrigens Vollond mit Mondfinsternis. Mal sehen, was wir sehen werden.)

Und auch am Flughafen hat das Wetter seine Auswirkungen …

Dangerous Crosswind Landings during a Storm at Düsseldorf – Multiple Aborted Landings

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… da fällt mir ein, ein Goaround fehlt mir noch in meiner Flugsammlung. (ich weiß, ich weiß – Be careful what you wish for!)


Fehlt nur noch der Selfie-Versuch zum Tag… jaja, ich war auch schon mal schärfer.

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Oktobersonntag

 

Haben Sie heut’ schon den Mond gesehen?

Nein? Dacht ich mir, darum bin ich eben über Stock und Stein und durch den halben Bezirk gelaufen, um eine baum- und kabelfreie Sicht auf dieses erstaunliche Phänomen zu finden. Wie das Knipserleben so spielt, geht aber durch das einzige halbwegs scharfe Foto nun doch ein Stromkabel quer durch. Ganz so hell wie auf dem Foto war die “dunkle Seite des Mondes” in Wirklichkeit nicht – das folgende Bild gibt die Lichtverhältnisse realistischer wieder (ist aber nicht so scharf…):

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Das Gestern, das Heute und der Mond

Riesengross aber sehr blass der Mond über der Stadt, die dunklen Stellen gar nicht dunkel sondern bleichblau himmelsfarben, als könnte man durchsehen. Die Welt, die Menschen sehr klar und sehr entfernt. Mein Kopf so sehr in seiner eigenen Geschichte, dass ich darauf achten muss, nicht zuviel preiszugeben. So scheint es mir zumindest.

Später, im Zug, nur noch 2 violette Düsenstreifen, ansonsten dunkel. Ist schon gut.

Gut auch, dass man mit den D.-Band-Jungs nicht nur Musik machen kann, sondern auch lachen. Ungewohnt, ohne Mikro, hört man mich zwar kaum, ist aber gut für Stimmbildung. Denk ich mal so. Die Probe gibt mir dringend gebrauchte Erdung.

Macht auch Spass. Zuviel Spass, um zu früh zum Zug zu zuckeln. Auch wenn der Mond jetzt fastrund hoch am Himmel steht.

Daher um Asyl angesucht und Couch mit Katz am Bauch erhalten. In den Halbschlaf erwachen mit Schnurrtier direkt am Solarplexus ist, als würd man selber schnurren. Wunderbar.

Gemütlich stilles Frühstück. Von Teilen anrückender Jung-Trash-Metal-Band beinah gesiezt zu werden, ist ein Rückschlag. Der Zug dafür wieder mein Traumland, wenn auch nicht gelobt.

Überschwenglich abholen lassen, Brillengestellmassen durchwühlt, ohne was Richtiges zu finden. Für den Sufi, nicht für mich. Draußen formiert sich derweil die Demo. Und erste Schneeflocken zu arabischer Musik.

Mitgehen? Da legen meine polyarthritischen Finger ein schmerzhaftes Veto ein. Ich schick stattdessen ein paar warme Gedanken mit, die kann man sicher brauchen.