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RSS ist nicht tot!

RSS News: Dave Winer bastelt an einem neuen Tool, einer Feed-DB quasi, und Wired ruft ein Revival aus

Sonnenschnee & Netzgedanken

Der meistgelinkte Artikel der letzten Tage ist wohl RSS is Dying, and you should be Very Worried. Der bevorstehende Tod von RSS wird da am Firefox-Plan festgemacht, den Auto-Detect-Button aus der Adresszeile zu nehmen. Was natürlich schade wäre – aber kein Weltuntergang. Für RSS gibt es weit und breit keinen Ersatz. Wer jetzt “Twitter” sagt, darf versuchen, nach einer Woche Netz-Abstinenz den Vögelchen nachzulaufen.


Habe von RTM auf Toodledo umgestellt. Ergebnis: Ich nehme meine ToDo-Liste wieder ernst.


Wie gestern schon beginnt es zu schneien, als ich aus dem Haus trete, und hört wieder auf, als ich zurückkomme. Fühle mich verfolgt. Hinter den Flocken ist blauer Himmel & Sonnenschein. Ein Flöckchen schmilzt auf meiner Nase, das ist beinah sinnlich.

Foto von gestern:
Schneetreiben

Mittags ein Gulasch vom Radatz. Wollte nur Brot holen, aber als ich das Wort Gulasch las, tat sich ein schwarzes Loch in meiner Magengegend auf, das drohte, Filiale, Stadt und Welt zu verschlingen. Gulasch also zur Rettung der Menschheit mitgenommen. Es war von einer dermaßen intensiven Geschmacklosigkeit, dass ich aufstand und mir eine Olive holte, um festzustellen, ob meine Sinne noch funktionieren. Ergebnis: Meine Zunge ist in Ordnung. Rätsel der Menscheit: Wie kriegt man Rindfleisch völlig geschmacksfrei?

Dann doch wieder einen Buchkalender gekauft, obwohl im letzten Jahr insgesamt vielleicht 20 Seiten benutzt. Es fehlt was, wenn keiner auf dem Tisch liegt. Diesmal aber A6 statt A5. Vielleicht fallen ja ein paar Worte hinein.

Google News Center

[Dieser Artikel ist gänzlich überholt und obsolet, bleibt aber aus netzarchäologischen Gründen online.]

Nachdem ich mich jetzt auch noch etwas ausführlicher mit den neuesten Google-Zuckerln befasst habe, nämlich dem RSS-Reader und der personalisierten Homepage, fehlt mir dabei vor allem eine bessere Integration der verschiedenen Informationsebenen. Wenn ich mit ein und demselben Login einen RSS-Reader, einen Mailaccount, Usenet-Groups und ein personalisierbares Portal bekomme, dann möchte ich, dass die alle auch interagieren. Ich möchte beim Einloggen in meinen Mail-Account sehen, wieviele ungelesene Items in meinem Newsreader liegen und wieviele Messages in von mir abonnierten Newsgroups neu sind. Vielleicht noch wichtiger wäre es, diese Informationen im Portal dargestellt zu bekommen (wo man sich übrigens problemlos seine Mailbox anzeigen lassen kann). Wenn das ein Performance-Problem ist (was bei zigtausenden Usern durchaus der Fall sein könnte), dann will ich wenigstens überall die Links zu den jeweils anderen Sektionen.

Zum Interface des RSS-Readers gibt es geteilte Meinungen, ich finde es eigentlich hübsch. Die Usability hatscht allerdings noch sehr – mehrere Feeds hintereinander zu “taggen”, artet zu einer unnötig heftigen Klickorgie aus. Auch die Voreinstellungen, dass Feeds nach Relevanz (anstatt Datum) sortiert werden, und dass bereits gelesene Einträge standardmäßig angezeigt (und nicht verborgen) werden, finde ich unlogisch (OK, man ändert das mit einem Klick, aber logisch wäre die jeweils andere Möglichkeit). Und last, but not least: Dass beim Klick auf eine Quelle alle anderen nicht mehr angezeigt werden, führt wieder zu wesentlich mehr Klicks als nötig. Eine Baumstruktur wäre da deutlich praktischer.

Das persönliche Portal hingegen finde ich relativ gelungen und ziemlich praktisch. Abgesehen von der oben erwähnten Inkosistenz, dass man zwar seinen Posteingang, nicht aber den Status des Newsreaders bzw. der Groups hinzufügen kann, habe ich fast keine Beschwerden. Vor allem, weil man damit durch die RSS-Feeds der der deutschen Google-News endlich auch eine zweisprachige Nachrichtenseite zu bestimmten Stichworten basteln kann, etwas, was mir in der Form schon lange gefehlt hat. Nur schade, dass das Wettermodul offenbar keine europäischen Städte unterstützt.

Bleibt noch die Frage nach der Sache mit der Privacy. Die lässt sich grundsätzlich sicher hinterfragen. Sollte ich zum Beispiel in nächster Zeit eines Mordes verdächtigt werden, könnte Googles “Search History” prächtig gegen mich ins Feld geführt werden – schließlich habe ich für meinen entstehenden Krimi nach allen möglichen (und unmöglichen) Informationen zu Stichverletzungen gesucht. Ähnliche und kompromittierendere Szenarien sind durchaus denkbar, allerdings kaum auf Google beschränkt. Hier möchte ich einen guten Freund zitieren:

Frage (eines anderen Freundes): Wie kann ich 100%ig sicherstellen, dass meine Daten nicht in falsche Hände gelangen?
Antwort: Nimm eine Schere und schneid das Netzwerkkabel durch.

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