Schlagwortselbstgemacht

Dem gestern weniger gut gelungenen Batik-Stück mit etwas Blau auf die Sprünge geholfen.

Gruss aus den 70ern

Gebatikt hab ich auch seit meiner Kindheit nicht mehr. :)

Mach es zu deinem Projekt!

(Nein, ich war nicht beim Hornbach)

Es war, das gebe ich zu, eine Schnapsidee. Eine stocknüchterne Schnapsidee, aber doch eine Schnapsidee. Und die kam so:

Ich hatte meine zwei alten, abgesessenen Studentensofas durch ein neues gebrauchtes ersetzt, auf dem, so hoffe ich, es sich im kommenden Winter wieder gemütlicher stricken lassen wird. Das war eine Aktion im Affekt, mit der ich aber überaus zufrieden bin, nicht nur wegen des Sofas, sondern auch, weil die zwei bärenstarken Sofa-Lieferanten (nach einigen, durchaus angenehmen, orientalischen Verhandlungsplaudereien), im Gegenzug deutlich mehr mir nicht mehr nützlichen Zeugs mitnahmen, als im Vorfeld verhandelt. 

In dem so wieder angenehm geräumig wirkenden Zimmer schob ich ein paar Sachen herum, das neue Sofa zurecht, und stellte fest, dass der Tisch im Eck, der vor allem Träger der Lampe für die Sofa-Ecke war, da nun eindeutig nicht mehr hinpasst. 

Der bisherige Licht-Tisch war 50×50. Die neu freibleibende Fläche war 30×40. Ich spazierte also durch den Bezirk und besuchte alle einschlägig verdächtigen Geschäfte, doch unter 35 cm gab es nichts geeignetes. Etwas unzufrieden wieder zu Hause, fiel mein Blick auf das Altpapierkistl, einst Gemüsekiste für Avocados beim Hofer. Die müsste doch…? Bingo! 30×40.

Zwei Tage lang wälzte ich die Idee, bevor ich zur Tat schritt. Derweil stellte ich fest, dass es ein Billy von IKEA auch in 30 cm Tiefe gäbe, aber das hätte dann die Regalöffnungen in die falsche Richtung gehabt. Ich sammelte also bei mehreren Besuchen noch ein paar Avocadokisteln, bis ich die 6 hatte, um die gewünschte Höhe zu erreichen. Dann war ein Besuch im Baumarkt angesagt. 

Der furchtsame Blick an der Kassa ließ mich nicht an meinem Vorhaben zweifeln. 

Erst einmal galt es, ein paar Löcher zu bohren, durch die nachher das Sisalseil zum einfachen Hin- und Herstellen des Kastls laufen sollte. Dann ging es an die Farbe. 

Die extra gekaufte graue Sprühfarbe reichte allerdings nicht soweit wie gedacht, sodass ich in die Acryl-Lade griff. Wo schwarz unerwartet auch aus war. Ich ergab mich in mein Schicksal und mixte ein lindes Grün zurecht, das Resultat sollte ja ohnehin in die grüne Ecke. Dann ging ich daran, den Turm zusammenzusetzen und zu -kleben. Erstmal war Schönheit zweitrangig, ich wollte ja nachher ohnehin noch mal mit Farbe drüber.

Im Wiederstreichen erwies sich das „1x grau, 1x grün“ als unpraktisch. Stattdessen ging ich mit Grün über alles und setzte mit vorsichtigem Weiß noch ein paar Akzente in Richtung „verwittert“.

Blöd nur, dass ich mich bei den Löchern erst einmal verrechnet hatte. Aber hej, wozu ich vor langer Zeit die Goldfolie gekauft hatte, hatte ich mich schon seit Jahren gefragt. Passt! Jetzt nur noch das Seil durchziehen… 

… und schon kann ich wieder bei wunderbarem Licht stricken. 

Farbe, Seil und Tape eingerechnet, ist das Ding übrigens gerade mal 50 Cent billiger als das 30cm-Billy. Aber, es ist meins! Und hat die Öffnungen in die richtige Richtung. 

Noch ein paar Strähnen Cascade Soukh im Stash zu finden… unbezahlbar!

 

(Und das wird ein oranger Pussy Hat)

Ich strick mir eine Regierung. :)

Neu auf den Nadeln…

Regenwochenende.

Wer nicht latschen kann, bäckt Kuchen.

Maschenmeer

Sommertop in Baumwolle. Fertig bis aufs Fädenvernähen.

Selbst entworfen und für gelungen befunden. Die Farbe ist nicht ganz so lasch, das liegt am Foto und ich bin zu faul, ein neues zu machen.

Das Halsrund zuerst gestrickt, dann von innen vorne und hinten die Maschen aufgenommen und den Körper von oben nach unten gestrickt. Vielleicht mach ich noch ein ordentliches Muster daraus.

Voyeur, voyeur

Dreamdancer revisited.

Stilistisch war es wohl nicht die beste Entscheidung, …

…mein Schalhauberl mit dem Rotkäppchenstich zu umhäkeln, aber schön warm ist es trotzdem. :)

 

Neu auf den Nadeln: Weste in Frühlingsgrün.

Neu auf den Nadeln: Weste in Frühlingsgrün. #stricken #knitting #green #vest

Häkel-Abenteuer

Das zweite Knäuel aus diesem Strick-Projekt stand mir die längste Zeit im Weg herum, und gestern beschloss ich, es muss jetzt mal weg. Das Stricken mit dem schweren, dicken Garn war etwas mühsam gewesen, deshalb war ein Versuch mit der beigelegten Häkelnadel angesagt. Ich hatte zwar seit der Volksschule nichts mehr gehäkelt, vor allem weil mir das Maschenbild nie gefiel, aber sowas verlernt man ja nicht. Hoffte ich.

Geplant war ein Beutel mit Rundboden, für die optimale Verwahrung aktueller Strickprojekte. Für den Rundboden vertraute ich auf dieses Video, danach wollte ich mich auf meine Imaginationskraft verlassen. Ich rundete also den Boden bis zum gewünschten Durchmesser, dann häkelte ich eine Weile feste Maschen, und nach ein paar Zentimetern Höhe wollte ich eigentlich sowas wie ein Muster hineinbringen, Stäbchen oder Doppelstäbchen mit Luftmaschen, irgendwas halbwegs Künstlerisches halt. Dummerweise widersetzte sich das Garn, sprich, es sah im besten Fall alles trotzdem gleich aus, im schlechtesten wie ein wirres Geknäuel. Ich gab also den Versuch auf und häkelte weiterhin feste Maschen, die eigentlich – in dieser Dicke und Breite – ein ganz nettes Bild abgaben. (Nur fad zu häkeln wars halt.)

 

Irgendwo, etwas über der Mitte, nahm ich jede dritte Masche ab, um dem Ding so etwas wie eine Taille zu geben. Ein paar Reihen später nahm ich die abgenommenen wieder auf, z’wegn der schlanken Optik.  Als sich das Garn dem Ende zuneigte, häkelte ich direkt aus der Reihe heraus noch einen Henkel dran. Gut geschätzt übrigens, Projekt fertiggestellt mit knapp 7 cm Restgarn.

© 2018 sturmpost

Theme von Anders Norén↑ ↑