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Stilistisch war es wohl nicht die beste Entscheidung, …

…mein Schalhauberl mit dem Rotkäppchenstich zu umhäkeln, aber schön warm ist es trotzdem. :)

 

Neu auf den Nadeln: Weste in Frühlingsgrün.

Neu auf den Nadeln: Weste in Frühlingsgrün. #stricken #knitting #green #vest

Häkel-Abenteuer

Das zweite Knäuel aus diesem Strick-Projekt stand mir die längste Zeit im Weg herum, und gestern beschloss ich, es muss jetzt mal weg. Das Stricken mit dem schweren, dicken Garn war etwas mühsam gewesen, deshalb war ein Versuch mit der beigelegten Häkelnadel angesagt. Ich hatte zwar seit der Volksschule nichts mehr gehäkelt, vor allem weil mir das Maschenbild nie gefiel, aber sowas verlernt man ja nicht. Hoffte ich.

Geplant war ein Beutel mit Rundboden, für die optimale Verwahrung aktueller Strickprojekte. Für den Rundboden vertraute ich auf dieses Video, danach wollte ich mich auf meine Imaginationskraft verlassen. Ich rundete also den Boden bis zum gewünschten Durchmesser, dann häkelte ich eine Weile feste Maschen, und nach ein paar Zentimetern Höhe wollte ich eigentlich sowas wie ein Muster hineinbringen, Stäbchen oder Doppelstäbchen mit Luftmaschen, irgendwas halbwegs Künstlerisches halt. Dummerweise widersetzte sich das Garn, sprich, es sah im besten Fall alles trotzdem gleich aus, im schlechtesten wie ein wirres Geknäuel. Ich gab also den Versuch auf und häkelte weiterhin feste Maschen, die eigentlich – in dieser Dicke und Breite – ein ganz nettes Bild abgaben. (Nur fad zu häkeln wars halt.)

 

Irgendwo, etwas über der Mitte, nahm ich jede dritte Masche ab, um dem Ding so etwas wie eine Taille zu geben. Ein paar Reihen später nahm ich die abgenommenen wieder auf, z’wegn der schlanken Optik.  Als sich das Garn dem Ende zuneigte, häkelte ich direkt aus der Reihe heraus noch einen Henkel dran. Gut geschätzt übrigens, Projekt fertiggestellt mit knapp 7 cm Restgarn.

Neue Maschen auf der Nadel

Schau genau bevor du strickst

Vor einer nicht allzulangen Weile entdeckte ich bei Hofer das T-Shirt-Garn und beschloss sofort, dieser Neuheit eine Chance zu geben. Ich kaufte 2 Packerln schwarz, überlegte mir ein Muster und legte los. Wegen anderer Verpflichtungen, und weil sich das schwere Garn doch etwas mühsam strickte, dauerte es eine Weile, bis ich zum zweiten Knäuel kam.

Als es soweit war, strickte ich noch eine halbe Reihe weiter, bevor mir auffiel, dass etwas seltsam war (ich strickte neben dem Fernsehen, und der Raum war halbfinster). Aber einmal gesehen, war es nicht mehr zu übersehen: Das erste Knäuel war glänzend, mit glatten Kanten. Das zweite Knäuel matt, mit fransigen Fleckerlteppichkanten.

Das ist zwar bei T-Shirt-Garn durchaus erwartbar, aber erwartet hatte ich es bei einem Industrieprodukt trotzdem nicht. Der optische Unterschied war zu deutlich, um einfach weiterzustricken. Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder das ganze Ding auftrennen, oder 6 Reihen rückwärts zu stricken, um das Muster anzupassen und so zu tun, als wäre die lange schmale Form Absicht. Frustriert ließ ich das Ding 3 Tage liegen. Dann strickte ich eine Reihe rückwärts, um genug Faden zum abketten zu haben, und kettete ab.

Ich nenne das Ding meinen „Schau-Genau-bevor-du-strickst“-Halbteppich und werd es vor den Aufgang zu meinem Hochbett legen. Und jedesmal, wenn ich über die aufgerollte Kante des Glattstricks stolpere, werde ich mich daran erinnern, genau hinzuschauen, bevor ich losstricke. :)

(Das Muster sieht man am Handybild leider nicht so richtig)

Tja. Und was mach ich jetzt mit dem zweiten Packl?

Erster Entrelac-Versuch

Eye in the Sky I II III

Bestrickend

2016-07-09 00.16.53

Schon länger mal überlegt, wie ich meine vielen geliebten Ohrringe optisch naheliegernder als in den diversen Schächtelchen haben könnte, dabei lag die Antwort quasi auf den Stricknadeln. Jetzt muss ich nur noch alle aus den bisherigen Verstecken herauslocken, dann hängen sie dauerhaft griffbereit an der Wand.

Signalfarben

Strickerei

Manchmal muss man einfach etwas Neues anfangen…

Manchmal muss man einfach etwas Neuws anfangen.. . #stricken #knitting #hitchhiker

…der Hitchhiker-Schal.

Strick-Update

Der Pullover von damals ist natürlich längst fertig, wenn auch nicht ganz so wie geplant. Er sollte eigentlich einen als Kapuze verwendbaren angebauten Schal haben (hier das Muster), der eriwes sich aber als klobig und unangenehm. Ich hab das Ding nochmals auseinandergenommen und stattdessen einen weiten Rollkragen drangemacht. Passt!

Und angezogen sieht er so aus:

Ein Wohnzimmer-Pullover also, genauso wie ich wollte.

Die bunte Wolle, die zwar voll-synthetisch ist, aber sich trotzdem total angenehm angreift, ist zu einem Schal gereift. Kein Muster, einfach so vor mich hin gestrickt, und bevor es fad wurde, hab ich ein bisschen mit Short-Rows gespielt. Ich bin zwar noch immer nicht sicher, ob ich die Farben mag oder nur irre finde, aber zu einer schwarzen Bluse geht’s wohl.

Ein Fast fertiges Teil habe ich dagegen wieder aufgetrennt. Beim Sommerpulli stellte sich schon beim Anprobieren heraus, dass die Schultern zu schmal sind, um das relativ schwere Material zu tragen – die Maschen dehnten unschön aus. Einerseits schade, weil er mir wirklich gefallen hat, andererseits aber komm ich so nochmals in den Genuss, dieses traumhafte Garn zu stricken. Und den Schnitt kann ich ja mit leichterem Garn nochmals versuchen.

Irgendwann ist mir dazwischen noch ein Tuch passiert, Baumwoll-Mischung, Herbstfarben. Ein richtiger Schnellstrick.IMG_9679_medium2

Die Riesen-Restl-Decke stagniert derzeit mangels geeigneter Restln.

Und ganz aktuell ist das Sunset-T-Shirt auf den Nadeln.

 

Ich glaub das Top wird recht fesch werden.

Ich glaub das Top wird recht fesch werden. #stricken #knitting #orange

Stricksorgenkind

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Es hat so schön begonnen mit dem Westen-Projekt (hier das Strickmuster), aber danach wurde es immer mühsamer. Der erste Rückschlag war, dass ich deutlich zu wenig Wolle geordert hatte – wer denkt auch daran, dass es 50g-Knäuel geben könnte? – Ich nicht! (Man hätte natürlich auch die Details lesen können, aber, naja…). Beim ursprünglichen Shop gab es die Wolle nicht mehr, und erst nach langer Suche konnte ich sie (etwas abenteuerlich mit Zahlungsvarianten und Pfund-Umrechnung) direkt aus England nachbestellen.

Der zweite Haken war, dass das Muster voller Fehler steckte. Und das, wo ich zum allerersten Mal entschlossen war, der Vorlage bis zum Ende zu folgen – meistens bin ich schon nach dem Bündchen voll in meine eigenen Ideen verstrickt. Hier blieb ich stur und musste das erste Drittel insgesamt drei Mal stricken, bevor es passte. (Vermutlich hätte ich es nach dem zweiten Auftrennen in die Tonne getreten, hätte ich nicht die hilfreichen Anmerkungen anderer Ravelry-Stricker gefunden.)

Schließlich blieb das nicht mehr sehr geliebte Stück drei Wochen unberührt liegen, weil es mich so nervte, völlig unnötig (weil nicht von Farb-Notwendigkeiten getragen) mit drei Knäueln herumzujonglieren. Zur Fertigstellung entschloss ich mich nur, weil ich mir nicht erlaubte, mit etwas Neuem anzufangen, bevor das Ding nicht fertig war.

IMG_9606Da ist es nun, und ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, warum ich das Ding so dringend machen wollte. Zum einen weiß ich gar nicht, worüber ich die Weste tragen wollte – ich fand’s zwar spannend, einmal etwas Körperbetontes zu stricken, und finde es beglückend, dass es tatsächlich passt, aber ich hab eigentlich nichts, was ich darunter anziehen könnte. Zum anderen geht die wunderbare Struktur der Wolle bei diesem Muster beinhae unter. Und zum dritten habe ich mich so oft über das Projekt geärgert, dass ich gar keine Lust mehr habe, es auch nur anzuschauen (was man auch an dem etwas lieblosen Selbstportrait merkt).

Ich werd die Weste also erst Mal unvernäht liegen lassen und in einer Woche entscheiden, ob sie bei mir bleibt oder wieder aufgetrennt wird, um mit der nach wie vor geliebten Wolle etwas ganz anderes zu machen.

Wieder was Neues auf den Nadeln

Kekserln

Als ich heute beim Aufräumen ein Glas Erdnussbutter fand, war mir sofort klar: Ich muss Erdnusskekse backen. Dass sich das Glas als seit drei Jahren abgelaufen erwies und beim Reinriechen eine alles überdeckende ranzige Note hatte, hielt mich nicht ab. Ich warf es weg und rückte aus, um frischere Erdnussbutter zu besorgen. Unterwegs fiel mir ein, dass da ja auch noch ein Glas Mandelmus in meinem Regal stand. Alles klar: Mandelkekse und Erdnusskekse.

Wohlversehen mit frischen Zutaten wäre ich beinahe am Internet gescheitert. Nicht, dass es keine Rezepte gäbe – ganz im Gegenteil, es gibt hunderte davon. Wenn nicht tausende. Wie soll ein Mensch, der noch nie Erdnusskekse gebacken hat, sich da entscheiden? Natürlich lässt sich der Grundteig anhand der Zutaten ganz gut beurteilen, aber wieviel Erdnussbutter macht einen Keks zum Erdnusskeks? Crunchy oder glatt? (Ich hatte vorsichtshalber beides gekauft). Mit Schokolade oder ohne?

Ich beschloss, dass Erdnüsse Schokolade brauchen. Oder noch besser Kakao, dann wird es nicht zu süß. Und entschied mich nach längerem Stöbern für dieses Rezept. Die Sache mit den Mandeln war einfacher. Eigentlich hätte ich gedacht, im Kindheitsrezept der Mandelplätzchen einfach einen Teil der Butter mit Mandelmus zu ersetzen, aber ich war auf der Suche nach dem ultimativen Erdnusskeks über diese Variante gestolpert, die ich sofort überzeugend fand. Zudem brauchte ich nur die angegebene Erdnussbutter durch das Mandelmus zu ersetzen. Auf ging’s!

Das Herumpantschen an Keksteigen ist ja ein ganz anderes als das an Kuchenteigen, und so brauchte ich ein bisschen Mut und Erinnerungsvermögen, um die leicht bröselige Konsistenz beider Kandidaten zu akzeptieren. Bei der Erdnussvariante rutschte mir der Kakao aus, statt 25 Gramm wurden es etwa 40. Aber Kakao schadet nie, dachte ich. Für den Konsistenz-Ausgleich gönnte ich dem Teig ein Löffelchen Rum (die großmütterliche Backkompetenz,fügte jedem Kuchen- oder Keksrezept ein Löffelchen Rum bei, und irgendwas muss die Frau ja auch gewusst haben), dem Mandelteig ein ebenso zartes Löffelchen Amaretto. Während der ansonsten intensive Rumgeschmack im Erdnussteig geradezu verschwand, erhob der Amaretto die Mandel-Variante von „Äh…?“ zu „Aaaah!“. (Ich bin nicht die einzige, die rohen Teig kostet, um das Endprodukt zu imaginieren, oder?)

Danach wickelte ich beide Kandidaten in Frischhaltefolie und versenkte sie für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Stand zwar nur bei einem dabei, aber so haben wir es früher immer gemacht. Schaden tut’s nicht. Schließlich feuerte ich den Ofen an, bestrich Backbleche mit Margarine und mehlte sie aus (die Sache mit dem Backpapier war mir nie ganz geheuer) und holte zuerst das Erdnusskeksteigbällchen (ist das nicht ein schönes Wort?) aus dem Kühlschrank.

Dass ich die Crunchy Peanut-Butter gewählt habe, sieht man hier ganz gut.

Vermutlich habe ich kleinere Plätchen geformt als vorgesehen, denn die angegebenen 15 Minuten Backzeit waren deutlich zu lang. Es kam mir auch komisch vor, aber ich beschloss, mich auf das Rezept zu verlassen anstatt auf meinen Instinkt – mit diesem Resultat:

Geschmack: Kohle. Bei der zweiten Runde vertraute ich auf mein Bauchgefühl und wurde mit akzeptablen Kekschen belohnt. Also, wenn man davon absieht, dass ich mich nicht wirklich um vollendete Rundungen bemüht hatte.

Nach der Abkühlphase war ich dennoch ein bisschen enttäuscht. Trotz des relativ hohen Erdnussbutteranteils kommt die Erdnuss nur heraus, wenn man auf den Crunchy Teil beisst. Und die Bitterschokoladennote des Kakaos kommt auch nicht richtig durch, obwohl ich wie gesagt deutlich mehr drin hatte als vorgesehen. Keine schlechten Kekse, aber aus Rezeptanalyse und Rohteiggeschmack hätte ich mir noch etwas mehr erwartet.

Egal, mutig weiter zur Mandel. Der Teig war trotz Kühlschrankruhe richtig bröselig, und ich deshalb sehr skeptisch. Das Rollen und schneiden, wie im Rezept vorgesehen, ließ mich fürchten, dass am Ende des Backens keine ganzen Kekse herauskommen würden. Ich disponierte um, und da ich grade richtig gut im Bällchen-Rollen war, rollte ich auch aus dem Mandelteig Bällchen, die leicht flachgedrückt aufs Blech wanderten. Die Handwärme gab ein bisschen mehr Zusammenhalt.

Ich war immer noch skeptisch, als das Blech ins Rohr wanderte. Sehr skeptisch. Aber dann…

So muss Keks! Und, wie ich an einem beim Abheben zerbröselten Exemplar feststellte, das Zeug schmeckt auch noch! Köstlichst!

Da lagen sie nun, die Resultate meiner Abendgestaltung, und harrten ihrer Dekoration.

Die dunklen Erdnusskekserln brauchten Schokolade, das war klar. Eine schön glatte Kuvertüre braucht aber Fett, und ich mag den Fettgeschmack in der Schokoladeglasur nicht. Stattdessen fügte ich der bewährten Manner-Schoko im Schmelztopf ein paar Zeilen der Zotter–Whiskyschokolade hinzu – nicht ohne die Sorgen des ungeübten Konditors: Wird sie überhaupt schmelzen? Und wenn sie schmilzt, wird sie jemals wieder fest werden?

Um es kurz zu machen, sie schmolz. Und wurde auch wieder fest. Und wie man das Ganze glatt und ansehnlich kriegt, überleg ich mir ein anderes Mal, weil – schmecken tut’s, unterm Strich, mehr als akzeptabel.

Die Mandel-Variante stellte mich vor andere Probleme. Ich hatte vorher an eine Glasur aus weißer Schokolade gedacht, mit einer ganzen Mandel obendrauf, doch der wunderbar differenzierte Mandelkeksgeschmack wäre unter einer Schokoglasur, wie weiß auch immer, völlig zusammengebrochen, das war klar. Ich wollte aber trotzdem eine Mandel obendrauf, verdammt!

Immer noch verzückt von der Aromavielfalt erinnerte ich mich meiner alleresten Erlebnisse am Herd. „Kriegszuckerln“ hatte meine Großmutter es genannt. Zucker, langsam in einer Pfanne geschmolzen, gerade flüssig, kaum braun. Immens empfindlich. Der klassische gesponnene Zucker aus der Pfanne wird ja mit etwas Wasser gemacht, da hat man etwas Spielraum. Der Zucker ohne Wasser geschmolzen verwandelt sich innerhalb von etwa 30 Sekunden von durchsichtig-flüssig über karamelisiert braun zu unegnießbar. Aber wenn man ihn richtig erwischt, klebt er gut. Zum Beispiel eine Mandel an einen Keks.

(Der weiße Strich ist ein Zuckerfaden)

Genau so. Ich schmolz zweimal eine Pfanne Zucker und  verbrannte mir drei Fingerspitzen beim Positionieren der Mandeln und dann noch die Zunge, weil ich trotz aller Warnungen an mich selbst – „Nur nicht den Löffel ablecken!“ – irgendwann doch den Löffel ableckte.  Wurscht, das Resultat wars defintiv wert.

Hier noch ein zweites Mandel-Zucker-Foto, weil es mich einfach richtig froh macht.

So. Und jetzt brauch ich dringend noch ein paar Gläser Mandelmus,weil von diesen Keksen muss ich unbedingt noch ein paar Kilo backen.

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