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Schau genau bevor du strickst

Vor einer nicht allzulangen Weile entdeckte ich bei Hofer das T-Shirt-Garn und beschloss sofort, dieser Neuheit eine Chance zu geben. Ich kaufte 2 Packerln schwarz, überlegte mir ein Muster und legte los. Wegen anderer Verpflichtungen, und weil sich das schwere Garn doch etwas mühsam strickte, dauerte es eine Weile, bis ich zum zweiten Knäuel kam.

Als es soweit war, strickte ich noch eine halbe Reihe weiter, bevor mir auffiel, dass etwas seltsam war (ich strickte neben dem Fernsehen, und der Raum war halbfinster). Aber einmal gesehen, war es nicht mehr zu übersehen: Das erste Knäuel war glänzend, mit glatten Kanten. Das zweite Knäuel matt, mit fransigen Fleckerlteppichkanten.

Das ist zwar bei T-Shirt-Garn durchaus erwartbar, aber erwartet hatte ich es bei einem Industrieprodukt trotzdem nicht. Der optische Unterschied war zu deutlich, um einfach weiterzustricken. Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder das ganze Ding auftrennen, oder 6 Reihen rückwärts zu stricken, um das Muster anzupassen und so zu tun, als wäre die lange schmale Form Absicht. Frustriert ließ ich das Ding 3 Tage liegen. Dann strickte ich eine Reihe rückwärts, um genug Faden zum abketten zu haben, und kettete ab.

Ich nenne das Ding meinen „Schau-Genau-bevor-du-strickst“-Halbteppich und werd es vor den Aufgang zu meinem Hochbett legen. Und jedesmal, wenn ich über die aufgerollte Kante des Glattstricks stolpere, werde ich mich daran erinnern, genau hinzuschauen, bevor ich losstricke. :)

(Das Muster sieht man am Handybild leider nicht so richtig)

Tja. Und was mach ich jetzt mit dem zweiten Packl?

Still leben

Erster Entrelac-Versuch

Bestrickend

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Schon länger mal überlegt, wie ich meine vielen geliebten Ohrringe optisch naheliegernder als in den diversen Schächtelchen haben könnte, dabei lag die Antwort quasi auf den Stricknadeln. Jetzt muss ich nur noch alle aus den bisherigen Verstecken herauslocken, dann hängen sie dauerhaft griffbereit an der Wand.

Signalfarben

Strickerei

Manchmal muss man einfach etwas Neues anfangen…

Manchmal muss man einfach etwas Neuws anfangen.. . #stricken #knitting #hitchhiker

…der Hitchhiker-Schal.

Strick-Update

Der Pullover von damals ist natürlich längst fertig, wenn auch nicht ganz so wie geplant. Er sollte eigentlich einen als Kapuze verwendbaren angebauten Schal haben (hier das Muster), der eriwes sich aber als klobig und unangenehm. Ich hab das Ding nochmals auseinandergenommen und stattdessen einen weiten Rollkragen drangemacht. Passt!

Und angezogen sieht er so aus:

Ein Wohnzimmer-Pullover also, genauso wie ich wollte.

Die bunte Wolle, die zwar voll-synthetisch ist, aber sich trotzdem total angenehm angreift, ist zu einem Schal gereift. Kein Muster, einfach so vor mich hin gestrickt, und bevor es fad wurde, hab ich ein bisschen mit Short-Rows gespielt. Ich bin zwar noch immer nicht sicher, ob ich die Farben mag oder nur irre finde, aber zu einer schwarzen Bluse geht’s wohl.

Ein Fast fertiges Teil habe ich dagegen wieder aufgetrennt. Beim Sommerpulli stellte sich schon beim Anprobieren heraus, dass die Schultern zu schmal sind, um das relativ schwere Material zu tragen – die Maschen dehnten unschön aus. Einerseits schade, weil er mir wirklich gefallen hat, andererseits aber komm ich so nochmals in den Genuss, dieses traumhafte Garn zu stricken. Und den Schnitt kann ich ja mit leichterem Garn nochmals versuchen.

Irgendwann ist mir dazwischen noch ein Tuch passiert, Baumwoll-Mischung, Herbstfarben. Ein richtiger Schnellstrick.IMG_9679_medium2

Die Riesen-Restl-Decke stagniert derzeit mangels geeigneter Restln.

Und ganz aktuell ist das Sunset-T-Shirt auf den Nadeln.

 

Ich glaub das Top wird recht fesch werden.

Ich glaub das Top wird recht fesch werden. #stricken #knitting #orange

Couchwochenende

Samstags ein schwedisches Hörbuch im Ohr und dazwischen alte und neue Musik. Zwischendurch zwanglos arbeitsam am Computer herumgetippselt. Danach neuen Stricktrick gelernt: 2-färbiges Patentmuster. Vielleicht eine hirnrissige Idee, das gleich mit einem Batik-Garn auszuprobieren, aber das Resultat überzeugt.

Es ist wirklich der einfachste Zweifarben-Strick aller Zeiten, gelernt habe ich es beim Nadelspiel.

Zum Abendessen gab’s Reis mit Fenchel und Parmesan, dazu ein paar Mini-Bratwürstchen. Erwähnenswert, weil ich vorher noch nie Fenchel gekocht habe.

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Sonntags wieder ein bisschen gearbeitet. Wenn keine drohende Deadline von weniger als 48 Stunden über mir hängt, dann fühlt sich diese Arbeit kaum nach Arbeit an – das sollte ich verinnerlichen.

Danach Hausarbeit und der beste Schaumermal-Kuchen aller Zeiten. Der Schaumermal-Kuchen ist sicherlich nicht meine alleinige Erfindung, der Name – denk ich – aber schon. Der kommt von „da kauf ma einen Blätterteig und dann schaumermal was wir reintun“. Basis ist normalerweise Topfencreme, also 1 Packerl Topfen, 1 Ei, eine Handvoll Zucker, ein Vanillezucker und ein Löfferl Rum. Die kommt auf den unteren Blätterteig, drunter noch ein bissl Brösel, damit der Boden nicht zu sehr aufweicht. Als Auflage danach wählte ich diesmal säuerliche Apfelspalten und leicht überreife Bananenscheibchen. Während ich den Deckel ausrollte, kam ich auf die Idee, den Bananenscheibchen noch je ein Bröckerl Bitterschokolade aufzulegen. Schon der Duft beim Backen ließ Bestes ahnen, und, Ah! Das Zeug ist köstlich. Geschmacklich also; optisch gibt’s nix her – daher auch kein Foto.

Song zum Wochenend:

Shovels & Rope – Evil

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Wollglück

Cascade Souk, die Seiden-Wollmischung für meine geplante Frühlingsweste, ist nach 7 Wochen irrfahrt doch noch bei mir eingetroffen. Immenses Glück, weil nicht mehr lieferbar.

Stricksorgenkind

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Es hat so schön begonnen mit dem Westen-Projekt (hier das Strickmuster), aber danach wurde es immer mühsamer. Der erste Rückschlag war, dass ich deutlich zu wenig Wolle geordert hatte – wer denkt auch daran, dass es 50g-Knäuel geben könnte? – Ich nicht! (Man hätte natürlich auch die Details lesen können, aber, naja…). Beim ursprünglichen Shop gab es die Wolle nicht mehr, und erst nach langer Suche konnte ich sie (etwas abenteuerlich mit Zahlungsvarianten und Pfund-Umrechnung) direkt aus England nachbestellen.

Der zweite Haken war, dass das Muster voller Fehler steckte. Und das, wo ich zum allerersten Mal entschlossen war, der Vorlage bis zum Ende zu folgen – meistens bin ich schon nach dem Bündchen voll in meine eigenen Ideen verstrickt. Hier blieb ich stur und musste das erste Drittel insgesamt drei Mal stricken, bevor es passte. (Vermutlich hätte ich es nach dem zweiten Auftrennen in die Tonne getreten, hätte ich nicht die hilfreichen Anmerkungen anderer Ravelry-Stricker gefunden.)

Schließlich blieb das nicht mehr sehr geliebte Stück drei Wochen unberührt liegen, weil es mich so nervte, völlig unnötig (weil nicht von Farb-Notwendigkeiten getragen) mit drei Knäueln herumzujonglieren. Zur Fertigstellung entschloss ich mich nur, weil ich mir nicht erlaubte, mit etwas Neuem anzufangen, bevor das Ding nicht fertig war.

IMG_9606Da ist es nun, und ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, warum ich das Ding so dringend machen wollte. Zum einen weiß ich gar nicht, worüber ich die Weste tragen wollte – ich fand’s zwar spannend, einmal etwas Körperbetontes zu stricken, und finde es beglückend, dass es tatsächlich passt, aber ich hab eigentlich nichts, was ich darunter anziehen könnte. Zum anderen geht die wunderbare Struktur der Wolle bei diesem Muster beinhae unter. Und zum dritten habe ich mich so oft über das Projekt geärgert, dass ich gar keine Lust mehr habe, es auch nur anzuschauen (was man auch an dem etwas lieblosen Selbstportrait merkt).

Ich werd die Weste also erst Mal unvernäht liegen lassen und in einer Woche entscheiden, ob sie bei mir bleibt oder wieder aufgetrennt wird, um mit der nach wie vor geliebten Wolle etwas ganz anderes zu machen.

Wieder was Neues auf den Nadeln

Strick-Quickie: Fingerlose Handschuhe für Fotoausflüge

Weil mich mein derzeitiges Hauptprojekt grad ein bissl nervt.

Und dabei wollt ich doch heut… ach, egal…

Und dabei wollt ich doch heut... ach, egal... #knitting

Winter-Träume

Wenn der Postbote morgens hartnäckig klopft, dann liegt das meistens an lästigen eingeschriebenen Briefen, in denen es um Geld, noch mehr Geld, oder sonstige unerwünschte administrative (mehr oder weniger) Kleinigkeiten geht. Aber heute war alles ganz anders.

Es war die Lieferung von loveknitting, auf die ich schon recht sehnsüchtig gewartet hatte. Die Wolle kam in sauberen, schnuckeligen Netztäschchen, mit zusätzlichem Extra-Zuckerl (sauer!), obwohl ich doch nur die arg verbilligten Sonderposten bestellt hatte.

15 Mal Sirdar Faroe in der Farbe „origin“:

Das war eigentlich für den neuen Überwurf gedacht, der meine alte Couch wieder ansehnlich machen soll, aber kaum hatte ich das erste Knäuel in der Hand, war ich verunsichert. Ich würd jetzt lieber etwas daraus machen, das ich den ganzen Tag tragen kann… mal sehen, mal sehen.

Und dann 5x Stylecrafts Allsorts in der Farbe „Flock“:

Dieses wunderbare, fast unanständig organisch anmutende Wollzeux wird meine zukünftige Lieblings-Winterweste, das immerhin steht fest.

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