Schlagwortwatching tv

Oh, meine Lautsprecher sind ja gar nicht kaputt, das ist nur der #tatort Soundtrack! #phew

Verdammt berechtigte Frage: Wozu brauchen wir Lobbyisten? #doskozil #imzentrum

# eurofighter #imZentrum RT @Julia_Ortner: Das wird spannender als Tatort. https://t.co/yoZphhU9Li

Rewatching Akte X.  Es mutet so herzig harmlos an, im Vergleich zu anderen Serien seither.

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Kann dem Strolz mal einer sagen, dass der Wahlkampf für diesmal vorbei ist? #wien15 #wienwahl

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Nix für Marmeladinger

Unerwartet vergnüglicher Film zum Sonntagbaned: Willkommen in Wien, Beginnt mit Piefke-Bashing und Kottan-Anklängen. Hätte vielleicht nicht ganz so ernst werden müssen zum Schluss, aber was solls. Und mein ganzes Google-Fu hat nicht geholfen, den Abspann-Song zu finden. Seufz.

Oh, und hier hätte ich eine Szene, die eines Tages in irgendeinen Ösi-Krimi passen könnte:

Kommissar/in (redet über ein Mordopfer): „… und er hatte zwei einmarinierte Scheiben Schweinskarree im Kühlschrank…“

(Aufschluchzer aus dem Off)

Die Alltagsgeschichten von der Frau Spira kann man nicht oft genug wiederholen. Diese wunderfeine Grenze zwischen Realität und Fiktion. <3

Gestern, auf swr: Ein typischer… Heimatfilm.

Officially Old

Es ist ja bei mir so, dass ich einen vorüberziehenden Kottan durchaus ohne hinzuschauen sehen kann. Nämlich so, dass ich ganz was andres tu, und mich trotzdem punktgenau zu den Schlüsselszenen umdreh. Was jetzt nicht heißt, dass ich die Kottans auswendig kann. Nur fast.

Fast heißt nämlich auch, dass auch die Chronistin Mal was vergisst, manchmal sogar so Geniales wie die Konzert-Szene des “ausgeflippten Lodenfreaks”, mit dem noch frischen Stefan Weber und dem noch lebenden Falco, ach, ach, ach.

Drahdiwaberl – Ausgeflippter Lodenfreak bei Kottan

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Das kann dann schon Mal ein Grund sein, sich umzudrehen und den anstehenden Task fallen zu lassen. Und dann kann man noch so einiges mehr entdecken und erinnern, naja. Dass zum Beispiel der Lukas Restarits durchaus fesch und, dare I say it, sexy gewesen ist. Oder dass die zu der Zeit ebenfalls blutjung gewesene Maria Bill nicht ganz unschuldig daran war, dass ich mich nie so richtig auf die reine Heterosexualität festlegen wollte, also zumindest in der Theorie, während in der Praxis… aber das ist eine andere Geschichte.

Warum meine Großeltern, deren Meinung zu der damals höchst avantgardistischen Krimiserie sich locker in dem Satz “so a Bledsinn” zusammenfassen ließe, trotzdem jedesmal wieder einschalteten, sei dahin gestellt – vermutlich lag es daran, dass man um 20:15 einfach fernzusehen hatte (was sonst) – aber ich bin im Nachhinein sehr dankbar, denn einen eigenen Fernseher hatte man damals so als Nachkomme noch nicht.

Kottan war jedenfalls zweifelsfrei die erste Krimiserie mit integriertem österreichischem Zeitgeist, und zwar von der allgegenwärtigen Hassliebe zum gemeinen VW-Käfer (ja, das ist Bob Dylan im Hintergrund)…

…über den Ö-3 Wecker mit der unentrinnbaren Vorturnerin der Nation…

…bis hin zu der archetypischen Wiener Koberin an sich:

Und dann, natürlich, war da noch die Musik. Ich red jetzt nicht unbedingt von Kottans Kapelle, die’s aber immerhin fertigbrachte, fremdschäm-trächtige Machwerke in freundlich-lustiges zu verwandeln, sondern mehr darüber, dass in fast jeder Folge ein Song versteckt war, den man so sonst nicht kannte. Hatte ich Drahdiwaberl schon erwähnt? … Naja, hab ich wohl.

Aber jetzt? Der Pilch ist tot. Der Schrammel ist tot. Der Schremser ist tot. Dem Kottan seine Mama ist auch tot. Andere leben zwar noch, schauen aber längst nicht mehr gut aus. Und um dem zwar alten, aber durchaus kottaneksen Witz auch noch eine Chance zu geben: Manchmal fühl ich mich auch schon ganz schwach.

Was soll ich noch sagen? … Ich sag nix.

Ich fand es eben schon sehr seltsam, als mir die Fernsehwerbung erzählte, Pol Pots neue CD wäre die Überraschung am Opern-Markt. So seltsam, dass ich mich tatsächlich umdrehte und schaute, was es dazu auf dem Bildschirm zu sehen gab. Ohne jetzt weiter nachzuschlagen: Hieße ich “Paul Potts”, ich würde mir einen Künstlernamen zulegen. Wenn das dagegen schon ein Künstlername ist… Hmhm.

Walk the Line

Ich bin ja, treue Leser haben es vielleicht schon aus weitgehender Abwesenheit cineastischer Beiträge in diesem Weblog geschlossen, ich bin ja so ein bisschen ein Kinomuffel. Wobei das Wort irgendwie irreführend ist, weil Kinos liebe ich eigentlich. Die Sessel, weich oder hölzern, aber immer klappbar. Die Leinwand, breit wie ein mittleres Segelschiff lang ist (wenn sie kleiner ist, ist es kein richtiges Kino). Der Geruch nach Popcorn und das leise Getuschel ringsrum. Kino ist im Prinzip ganz wunderbar.

Richtiger wäre es also zu sagen, ich bin ein Filmmuffel. Weil, egal ob Action-, Kunst- oder Kultfilm – die Gelegenheiten, zu denen das Gefühl am Ende des Films nicht gegenüber der Erwartungshaltung enttäuschte, die kann ich trotz über 40 Jahren auf dieser filmfreudigen Erde immer noch an meinen beiden Händen abzählen. Obwohl die immer noch aus nur 10 Fingern bestehen. Ich mein, es gibt eine handvoll Filme mehr, die man sich ruhig anschauen kann, ohne Kino und Popcorn, aber eineinhalb Stunden ungeteilte Aufmerksamkeit? Ohne Geplänkel, ohne Zigaretten und vor allem: ohne Fingerbeschäftigung? Nicht wirklich. Also bin ich, ganz genaugenommen, ein Normale-Filme-im-Kino-Anschau-Muffel. Und diese Einleitung ist eindeutig zu lang geraten.

Ganz besonders nicht mag ich biographische Musikfilme. Ich mein, so Filme, wo jemand anders einen berühmten Musiker spielt. Auch oder besonders dann, wenn ich den betreffenden Musiker wirklich verdammt gerne mag.

Jim Morrison und the Doors zB lege ich jederzeit gerne auf, wenn die Gelegenheit richtig und der Sentimentalitätsspiegel entsprechend ist, aber als man mich damals – übrigens nur unter heftigen Protesten – in den Film “The Doors” schleppte, konnte ich trotz der umwerfenden Erscheinung des Hauptdarstellers und der weitgehend originalen Musik einfach nicht verstehen, was der Sinn eines solchen Filmes ist. Oder worin das Vergnügen darin bestehen soll, eine nacherzählte Geschichte mit nachgesungenen Songs vorgesetzt zu kriegen.

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen. Tatsache ist: Wir haben von allen Künstlern seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Masse an Tonaufnahmen. Wir erkennen, wenn wir den Künstler (oder die Künstlerin) entsprechend mögen, die Stimme, den Gitarren- , den Klaviersound, bei Liveaufnahmen das Publikum, ich kenn sogar Leute, die erkennen, wer die Regler am Mischpult bedient hat. Wir haben außerdem reichlich, um nicht zu sagen überreichlich, Bild- und Videomaterial, genug um zu wissen und zu erkennen wie jemand aus dieser Kategorie aussieht, wie er (oder sie) sich bewegt (hat), wie er (oder sie) die Gitarre hält und wie er (oder eben auch sie) über die Bühne läuft oder gelaufen ist .

Und dazu haben wir Geschichten und Geschichterln, in Magazinen, in Büchern, im Internet. Und wenn man einen Musiker (eine Musikerin)  oder eine Band mag, dann hat man all das zumindest in groben Zügen auch im Kopf.

Also, ehrlich, warum um alles in der Welt sollte ich ins Kino gehen, um mir eine Geschichte anzuschauen, die ich längst kenne (und die der Regisseur völlig anders beschwerpunktet und/oder interpretiert als ich), eine Geschichte, in der bekannte und vertraute Songs von Stimmen nachgesungen werden, die mehr oder weniger nahe am Original sind, manchmal fast genau so gut, manchmal vielleicht sogar besser, die aber eben – und das ist der Punkt – nicht das Original sind?

Versteh ich nicht.

Versteh ich wirklich ganz und gar nicht.

Die Janis-Joplin-Geschichte kommt mir daher genau so wenig in den DVD-Player wie der Bob-Dylan-Film. Und dabei ist es mir völlig wurscht, wie viele Preise die einheimsen. Ich hab einfach keine Lust, mir meine Vorstellung von einer Regisseurs-Vorstellung verwässern zu lassen. Basta! – Naja… naja.

Heute Abend gab’s Johnny Cash im Fernsehen. Also eben nicht Johnny Cash, sondern die ebenfalls preisgekrönte Musik-Bio. Bäh. Dachte ich. Und hab dorthin nur zurückgeschalten, als ich defintiv nichts anderes Aushaltbares im Kanalspektrum gefunden habe; an einem Abend, an dem ich außer Fernsehen eben nichts weiter mit mir anzufangen wusste.

Was soll ich sagen? Nach 10 Minuten blieb die Nebenbeschäftigung unbeachtet liegen und ich machte etwas lauter. Noch eine Stunde (und etliche Gänsehäutln) später holte ich die seit 2 Jahren unberührte Gitarre aus der Ecke und hab sie zumindest Mal wieder gestimmt. Und als der Film aus war (aber eben nicht vorher), tappste ich in den Keller, um die 3 oder 4 Cash-CDs auszugraben, von denen ich wusste, dass sie da noch irgendwo sind (weil, so schön die Geschichte auch war, die Songs einfach nicht das Original erreichen). Und ich war zu dem Zeitpunkt ein ganz kleines bisschen beleidigt, weil der Film so früh (in der Biographie, nicht uhrzeitmäßig) zu Ende ging.

Was mehr könnte ein Film wollen?
– Interesse (wieder) hervorrufen – check
– Kreavitivität im Zuschauer (wieder) wecken – check
– Mehr wissen wollen (Fortsetzung?) – check!

Alles offen für Interpretationen, natürlich. Vielleicht hat mir der Film nur so gefallen, weil Johnny Cash zwar zu den von mir respektierten, aber nicht zu meinen absoluten Lieblingskünstlern zählt (und ich seine Geschichte daher nicht so gut kenne). Vielleicht war ich irgendwie reif für eine Runde Musik-Kitsch. Oder vielleicht werde ich auch einfach innerlich mittelalt und damit anfällig für eine Schau der verpassten Gelegenheiten der jungen Jahre (so ein richtiges, echtes Drogenproblem sollte man wohl doch gehabt haben, als ernstzunehmender Künstler! Verdammt.).

Keine Ahnung. Jedenfalls würd ich mir das gern nochmals anschauen, auf einer Leinwand, so groß wie ein Segelschiff. Und wenn möglich in Dolby Surround.

Obwohl’s in Mono auch OK war. Mitsamt den regenbogenfärbigen Streifen, die mein 37cm-Fernseher neuerdings überall einbaut.

Vielleicht macht ja gerade das einen guten Film aus, dass all das beim Anschauen völlig wurscht ist.

EM-Blogging, Tag 1

(Subjektives Spass-Live-Blogging, ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.)

So, jetzt fängt sie also an, diese EM. Mit Alphornbläsern. Und Menschen in seltsamen Ballonanzügen mit Kisten auf dem Kopf. Und mechanischen Kühen. Muss kichern, irgendwie mag ich den Schweizer Humor. Oder ist das gar nicht lustig und ich versteh nur nichts von Kunst? Der Moderator weiß es auch nicht. Vor meinem Fenster ein Gewitter. Soll ich mir jetzt ein Bier aufmachen oder später? Immer diese Entscheidungen…

Spiel 1: Schweiz gegen Tschechien. Die Tschechen singen ihre traurige Hymne und haben einen Dschingis Khan mitgebracht. Die Schweizer lassen vorsichtshalber Heidi singen. Das Publikum ist begeistert.

OK, an’kickt is’. Die Schweizer jubeln. Mein Nachbar geigt unbeeindruckt. Die Tonleiter endet mit dem ersten Schweizer Torschuss.

Abgelenkt vom Telefon. Die Schweizer scheinen sehr motiviert zu sein, obwohl Dschingis Khan schon einen von ihnen gehauen hat. Oder sie laufen deshalb so viel, damit ihnen bei 13 Grad im Stadion nicht kalt wird.

Ich weiß jetzt nicht genau, ob mich die Arbeit vom Fussball ablenkt, oder umgekehrt. Mein Fernseher ist zu klein, um die Feinheiten zu sehen. Ich kauf mir aber trotzdem keinen neuen. Ich verlass mich auf den Sprecher. Auf den deutschen also. Ich weiß auch nicht, die hiesigen Fussballkommentatoren und meine Ohren, das passt nicht zusammen.

Nebenbei nach Open-Air-Locations gesucht. Die Fanzone kommt keinesfalls in Frage – mieses Bier und Kleidungsvorschriften, nein danke! Das Flex darf leider nicht so, wie es will. Hm. Das Geschrei eben war übrigens schon wieder kein Tor.

Oh yeah, Körpereinsatz in Zeitlupen-Nahaufnahme, dazu EmotionsGesichter, für die das Spiel bitterer Ernst ist. So geht Fussballfernsehen.

Pause.

Zweite Halbzeit, Dramen und Gebrüll, aber keine Tore. Seltsam. Wenn ich raus gehe, fällt doch sonst immer ein Tor?

Gebrüll, aber noch immer kein Tor. Wenn die nicht öfter Mal eine Großaufnahme bringen, wie soll ich dann meinen neuen Lieblingsspieler finden?

Wasumallerweltwardasdenn? Ein Tor? Für die Tschechen? Woher? Warum?

Geht recht heftig zur Sache jetzt. “Wer kein Tor schießt, bekommt eins” unkt der Sufi telefonisch. Noch 3 Minuten. Die Schweizer wirken leicht konfus.

Oj-Je! 0:1 – Ich hätt ja den Schweizern das erste Tor & den ersten Sieg gegönnt. Hmhm. Dann schaun wir Mal weiter.

Spiel 2: Portugal – Türkei

Die Portugiesen singen laut, falsch und mit Begeisterung, und die Jungs sehen ganz gut aus. Die Türken singen auch, aber leiser. Und das Matchcenter hat es richtig erkannt: Das Spiel hat begonnen.

Das Spiel läuft hinter mir und klingt langweilig. Die Arbeit vor mir deutlich spannender.

Hups, das wär ja jetzt fast ein Tor gewesen. So plötzlich aus dem Hinterhalt.

Akustisch betrachtet wird das Spiel offenbar langsam schneller (Ha!). Hab aber noch keine Zeit zum Hinschaun.

Erste Halbzeit beendet, 0:0 – glücklich oder unglücklich, je nach sichtweise. Dürft aber schön gespielt gewesen sein (ich arbeite noch immer).

ZDF Kommentator: “Auf zdf.de, da haben wir dann auch einen Blog eingestellt”. Hm, aha.

Oh ja, Tor! Und was für eins! Fesch!

Woah, und noch eins! Portugal, va! (oder wie immer das auf portugiesisch heißen mag)

uuund, abpfiff. 2:0 Übrigens, der 5. Bezirk ist erstaunlich ruhig geblieben, trotz Türkei-Spiel. Hmhm. Sind die alle in der Fan-Zone?

“Glaubt Gott an sich selbst?”

Der lange vermisste Club 2 ist zurück, und die unerwartete Reinkarnation ist nicht so schwach wie befürchtet.

Aggression

Irrtümlich nach den Nachrichten den Fernseher laufen lassen und in den Seitenblicken einen lackaffigen Typen leicht nasal sagen gehört “Wissen Sie, Geld war nie eine Notwendigkeit für mich.” – Hätt’ ich eine Pumpgun, ich glaub, ich hätte auf der Stelle den Fernseher erschossen.

Flüchtiger Gedanke beim späten lesen des Fernsehprogramms

BR, 0:40: Wen-Sinn Yang spielt Bach Suiten
“Na, wenn er nichts Besseres vorhat…”

[Wobei das Thema ja eigentlich “not watching tv” heißen müsste]

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