Der letzte Elektrohändler in zu Fuß erreichbarer Nähe schließt mit Jahresende sein Geschäft. Es rechnet sich nicht mehr, sagt er. Sein Konzept war es, erzählt er, den nicht haltbaren Preisen der Großmarktkonkurrenz mit Service zu begegnen. Also den Fernseher nicht nur zu verkaufen, sondern auch zu liefern, anzuschließen und einzustellen. Einer alten Omi, die nicht mehr auf die Leiter kommt, auch mal eine Glühbirne einzuschrauben, ohne extra Geld dafür zu verlangen. Er war sicher, dass das funktionieren würde, sagt er. Hat es aber nicht.

Das heißt konkret, dass ich in Zukunft für jede Glühbirne, jeden Steckeradapter, jedes Niedrigvoltlämpchen zu einem Großmarkt fahren muss. Dass ich nicht schnell mal eine Video- oder DAT-Kassette kaufen gehen kann (5 Minuten), sondern dieselbige holen fahren muss (min. 30 Minuten).

Das find ich gar nicht gut.