Times are still changing


Durch die Stadt am Weg zum einzig wahren Haarkünstler; -künstlerin genaugenommen; an einer belebten Kreuzung die üblichen Schnorrer in _freundlicher_ Unterhaltung mit zwei Bullen, das inkludiert Lachen und Schulterklopfen, beiderseits; muss mich kurz fragen ob ich noch in demselben Universum bin, aber wenn nicht, ist es immerhin besser als das alte; dann ein Stückchen weiter in der guten alten Papierhandlung brauchbares Alltagsnotizbuch um unsägliches Geld gekauft & beim Friseur wie üblich nicht verstanden worden aber – nicht ungeschoren und doch – ansehnlich wiedergeboren, danach viel zu viele Chilibiere bei Unterhaltung über ersten & zweiten Sex & über Musik. Ja, ich weiß, dass das keine konzise Konzertkritik ist, aber das hier ist auch keine Zeitung, sondern mein Weblog, Notizbuch, Tagebuch,  wie immer ihr es nennen wollt, und was ich schreibe ist die Wahrheit, so wie ich sie erlebe, keinesfalls (und das ist ein Versprechen!) objektiv, dafür ehrlich und ernstgemeint; jederzeit, immer. Heimweg geradlinig, das hochgeschätzte & doch irgendwie peinliche Relikt dicht an mich gedrückt,  an jedem anderen Abend wäre ich irgendwo – egal wo – noch hineingefallen; nur heute nicht, würde meinem Gefühl nicht passen. Angekommen ist es viel zu kalt & ich nehme noch einen Pullover, altmodisch, mit Kapuze, der mich an mich erinnert und dann noch an jemand anderen; egal; nicht viel Neues in der Welt & im Postkasten & das ist irgendwie traurig aber auch völlig uninteressant. Ich weiß nicht, wann ich welchen Zug versäumt habe, aber ich wünschte, ich hätte ihn gekriegt.


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