Träume & Schäume

Gestern schon aus einem langen Geschichtentraum aufgewacht, der mir verschwimmt, bevor ich die Decke zurückschlage, nur das Schlussbild bleibt: Eine große Schlange, die eine kleine Schlange frisst, auf einem verschneiten Gelände, das nach Ausgrabungen aussieht. Wir alle, die wir ganz etwas anderes zu tun hatten, standen im Kreis und sahen fasziniert zu, wie die große Schlange die kleine Schlange fraß. Irgendwo bellte ein Hund.

Das Wieder-in-die-Gänge kommen ist nicht ganz so einfach, wenn man etwas ganz anderes will als man soll, und weil ich einfach genug davon habe, mich durch die Tage zu prügeln, lasse ich einfach einmal zu, dass meine Motivation stottert und poltert wie ein Traktor beim Anlassen, nachdem er zu lange in der dunklen Scheune gestanden ist. Vielleicht springt er ja doch einmal an, demnächst. Oder auch nicht, wer weiß das schon.

Es ist aber auch ein Kreuz mit mir. Die wunderbare Kurzgeschichte, die ich von meinem Ausflug ins Einkaufszentrum mitgebracht habe, ist fix und fertig – in meinem Kopf. So fertig, dass es einfach nur langweilig wäre, sie auch noch niederzuschreiben. So wird das nie etwas mit mir und der Literatur.

Derweil große Freude mit Leonard Cohens The Flame. Dass neben großer Poesie dann auch so verspielte Nichtsnutzigkeiten darin vorkommen, macht es perfekt.

Immerhin, das ungeplant passierte Strickprojekt gestern Nacht fertiggestellt, sodass ich jetzt dann wieder an meinem Großprojekt weiternadeln kann.