Tschüs, 2018!

Ein bissl ein Jahresrückblick

Künstlerisch:

So viele Ideen, so wenig Zeit. Nur ungefähr ein Zehntel der intendierten Texte geschrieben. Am einen oder anderen längeren Text weitergearbeitet, zu punktuell, zu selten, zu wenig. Viele Fotos gemacht, wenige verarbeitet. Gegen Schluss hin immerhin wieder ein bisschen bildnerisch gearbeitet, neue Liebe zur Tusche entdeckt. Ein schon im Vorjahr angedachtes Soundprojekt blieb im Projektstatus. Vielleicht 2019.

Online-Texte 2018

Life of a Statue

Persönlich:

Ich gewöhn mich langsam daran, dass ich auch nicht jünger werde, obwohl ich für mein Alter erstaunlich wenig Beschwerden habe (holzklopf). Mein Chronistinnen-Ich ist verwirrt, rückt zeitweise in den Hintergrund (wen soll das alles interessieren, wenn ich nicht mehr bin), zieht dann wieder heftig an (man sollte es schreiben, solange es noch irgendjemand zu schätzen weiß…). Wahrscheinlich eine Alterserscheinung: Ich bin mir nicht mehr peinlich. –
Im Sommer fit gewesen wie seit vielen Jahren nicht, mit Einsatz des Kühlwetters zum Couchpotato mutiert wie ebenfalls seit vielen Jahren nicht.

Beruflich

Inhaltlich super, finanziell verbesserungswürdig. Weniger aber immer noch viel unterwegs gewesen. Die vermehrte Beschäftigung mit Bäckern und Konditoren ist gar nicht gut für meine Figur. (Demnächst darf ich auch auch mehr online. Hier entlang: Das Lebensmittelhandwerk)

Im Netz

Alle meine Seitlein auf einen neuen Stand und in ein mir genehmes Design gebracht. So kann es bleiben; sollte ich das vergessen, erinnert mich bitte jemand daran? Kleine verbleibende Baustellen werden hoffentlich für den Leser unbemerkt fertiggestellt werden.

Social hat sich wenig getan, Flickr ist für mich gestorben (deshalb), Facebook nervt immer mehr, bleibt aber alternativlos (außer jemand geduldigerer als ich bringt alle meine Kontakte in eins der Open-Source-Netze). Google+ werde ich ein bisschen vermissen, auch wenn ich wenig dort war – ich hab es als theoretische Alternative geschätzt und optisch gemocht. Meine Twitternutzung ist wieder ein bisschen gewachsen.

Bisschen enthusiasmiert von der neuen Open Source Expressionengine, aber bislang noch keinen sinnvollen Anwendungsfall gefunden. Bisschen enttäuscht vom hochgejubelten WordPress 5, Gutenberg ist natürlich aus Designersicht ein Traum, aus Anwendersicht aber eher naja.

Was nach wie vor fehlt: Ein RSS-Client-Platzhirsch mit Sozialfunktion wie einst der Google-Reader. Inoreader könnte, aber es ist irgendwie keiner dort.

Musik

Ah, Musik. Wieder viel mehr Musikhörlust als in den letzten Jahren, aber nicht viel mehr Musikhörzeit. Spotify hat mein Jahr ganz gut auf den Punkt gebracht:

Konzerte: Feine, kleine. Wetterstein. Alex Miksch. Son of the Velvet Rat.

Und noch eine ältere Nummer, die mich grade wunderbar wegbläst.

Archive – Again (Long Version)

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Gelesen

Viel Lyrik und ein bisschen Prosa, in Anthologien, in den Lichtungen, im Netz. Ein paar Krimis, die nicht merkenswert erschienen. Fachliteratur.

Ferngesehen

Viel vergessenswerte Serien. Paar alte und wenig neue Filme. Angenehm: Kurzfristige Miniserien auf Netflix (Fallet, The Bridge, Miss Fisher, The Rain). Noch immer nicht richtig entzückt von Star Trek Discovery. Schon wieder Lust, die anderen alten Star Trek Serien anzuschauen (ja, alle).

Technisch

Ein Fitnessarmband geschenkt bekommen. Hassliebe. Ansonsten eher Rückschritte, nachdem ich mein High-End-Handy zerdeppert habe. Um fast kein Geld ein 2012er-Tablet gekauft und mich gewundert, wie viel Spass 10,1 Zoll machen können, sogar wenn es nur auf Android 4 läuft.

Verzweiflungen

Der immer noch zunehmend rücksichtslose Zynismus unserer aktuellen Regierung. Die Unerbittlichkeit der Zeit an sich.

Entzückungen

Sommerlicher Halburlaub an der neuen Donau. Zweisamkeiten. Die eigene Effektivität, wenn sie nicht gerade auslässt. Wald, Wasser, Natur (in kleinen Dosen).

Und sonst?

Erstmals seit 1992 auf einem Gletscher gewesen. Erstmals überhaupt in Polen gewesen. Viel (zu viel) gestrickt (vielleicht mach ich doch einen Etsy-Shop auf). Einen Brotbackworkshop besucht (aber im Alltag bin ich für Sauerteig zu ungeduldig). Festgestellt, dass ich auch dann Messeprofi bin, wenn es nicht um Flugzeuge geht. Erstmals mit dem Flugzeug in Innsbruck eingeflogen. Mit zwei linken Händen bei Hausrenovierung geholfen. Fotomarathon. Neue Leidenschaft fürs Suppenkochen.

Was, keine Jahres-Fotogalerie?

Ist mir heute zu anstrengend. Kleiner Trost.