Dann denke ich zum Beispiel: Wenn jetzt ein Erdbeben kommt und ich werde von einem Ziegelstein erschlagen, dann werden die paar Menschen, die mich lieb haben, darüber nachdenken, was ich mit diesem letzten Eintrag zu dem Film eigentlich sagen wollte. Und das würde diesen Eintrag viel wichtiger machen, als er ist, weil es eben zufällig das letzte ist, was ich gesagt habe. Und dann würde mich jeder für alle Zeit mit dem Film in Verbindung bringen, der eigentlich nur eine nette Art war, eine sonntägliche Vollmondnacht herumzubringen.

Und dann denke ich nach über diese seltsame angeblich-Echtzeit-Kommunikation, die gar nicht Echtzeit ist, denn wenn du diesen Eintrag liest, bin ich doch schon längst irgendwo anders als zu dem Zeitpunkt, als ich ihn geschrieben habe, und trotzdem ist es natürlich für mich im Moment des Schreibens genauso “jetzt” wie es für den Leser der Moment des Lesens “jetzt” ist.

Und dann denke ich, dass es nicht gut ist, zu viel zu denken, drehe den Computer einfach ab und schaue mir den Film fertig an.