Der Mann im fleckig-blauen Overall, der mittags an meine Tür klopfte, sah nicht aus, als hätte er etwas zu verschenken – schenkte aber doch. Eine Stunde, sagte er bedauernd, eine Stunde lang müssten sie den Strom abdrehen, Arbeiten an der Hausleitung – es täte ihm leid. Mir nicht – an einem gewöhnlichen Donnerstag kaffeetrinkend (dank Gasherd) auf der Couch zu sitzen und Heinrich Bölls Irisches Tagebuch wiederzulesen, das fühlte sich ganz herrlich an. Die eine Stunde war optimistisch geschätzt – es wurden knapp drei. Danach wieder den Computer aufzudrehen war, als wär ich gerade aus dem Urlaub zurückgekommen. Zwar ist der Arbeitsstapel immer noch da, ich stehe ihm jetzt aber deutlich weniger gelangweilt gegenüber.