Und manchmal habe ich richtig Lust, alle meine Seiten zuzumachen und alle meine Domains verrotten zu lassen, und ich fühle mich irgendwie subversiv bei dem Gedanken (was ja nun völlig absurd ist) und krieg so ein innerliches klammheimliches Das-habts-jetzt-davon-Grinsen (wobei, auch innerlich, unklar bleibt, wer was wovon haben sollte), und dann würde ich den Computer verkaufen und Hanfpflanzen anbauen und falsche Töne auf der Gitarre klimpern und unverständliche Gedichte schreiben und mit den Händen meine Wände bemalen und mit einem altmodischen Megaphon Demos gegen die Regierung und für die freie Liebe organisieren und mir nicht einmal lächerlich vorkommen dabei, bis sie mich in’ Häfn stecken oder in den Guglhupf, und dort würd’ mir das Internet auch nicht mehr abgehen.

Und nein, das ist kein Aufruf zum Widerspruch, weil ich mach’s eh nicht zu, weil ich wohn ja hier.