Dieser Eintrag mit dem Hinweis auf die seltengewordene Spezies der Universaldilettanten hat mich natürlich sofort an meine allererste Visitenkarte erinnert, ungefähr 1990 muss das gewesen sein; Schrift und Linien im (kannstdicherinnern) Venturapublisher, dazu die kleinerkopierte Karikatur von “unserem” Comic-Heinz, das war eine Fummelei, das nach & nach auf die richtige Größe zu bringen & dann in die 24 Felder auf dem Bogen sauber hineinzukleben, Diskussionen über den richtigen Klebstoff für Layouts wurden hitzig geführt; Scanner gab’s schon, aber eine Stunde an dem Gerät kostete mehr, als ich in einer Woche verdient habe. Heute hätte ich ja einen in der Ecke stehen, bin aber zu faul, jetzt unter den Tisch zu kriechen und ihn anzuschließen, für ein einziges Blatt, daher das lausige Phone-Cam-Bild.

Dann die Fragen dazu, warum man sich selbst als Dilettanten bezeichnet, kann man ja schön erklären, dass das lateinische Grundwort bedeutet, etwas “gerne zu tun” einerseits, dass man zu Zeiten Goethes noch Universalgenie hätte sein können, aber heutzutage… und so fort; in Wirklichkeit gefiel mir einfach nur das Wort, gefällt mir immer noch.

(Und wenn das alles etwas gehetzt klingt, tut es das zu recht, ich sollte nämlich längst woanders weiter-dilettieren) (Adresse stimmt längst nicht mehr, natürlich)