Die Fenster offen. Draußen Lichter, weit weg. Zeitlos, raumfrei. Wiederentdeckungsstoff für das alte Wunder des selbstverständlichen Da-Seins, ungeahnt von den Anwohnenden.

Hereinwehendes Grillengezirp, kurze Musikfetzen. Hier riecht es nach Feuer, dort nach Bach.

Ein orangeroter Mond, nicht voll aber riesig, lächelt begleitend. Legt schüchtern Fichtenfinger vor den Mund.

Und ich frage mich, ob da im Dunkeln irgendwo jemand sitzt, so wie ich als Kind an der Südautobahn gesessen bin, stundenlang, neidvoll die vorbeifahrenden Autos betrachtend & die Geschichte jedes einzelnen erfindend.