Ich bin ja im Prinzip nach wie vor sehr zufrieden mit meinem damals gekauften Vaio. Der Methusalem hat zwar “nur” 700MHz, 128MB RAM und 20GB feste Platte, aber – samma sich uns ehrlich, wie man in Wien sagen würde – für unterwegs reicht das völlig. Er ist klein, leicht und handlich, und dass das CD- und Diskettenlaufwerk extern und bei Bedarf extra mitzunehmen sind, hat mich noch nie gestört – im Gegenteil. Ich lasse die Dinger zumeist zu Hause, denn Firewire, Netzwerkanschluss und Modem decken im Allgemeinen meinen Bedarf an Connectivity völlig ab – ganz zu schweigen von dem kleinen unscheinbaren Blauzahn-Adapter, der mittlerweile fix am USB-Port wohnt. Tastatur und Touchpad sind aus den vielen mobilen Eingabegeräten die bequemsten, die ich je unter den Fingern hatte, und dass das Display in der prallen Sonne eher finster daherkommt, stört kaum – wer arbeitet schon in der prallen Sonne?

Ein Gebrechen trübt allerdings in zunehmendem Maße unser nicht mehr ganz junges Glück: Der Akku läßt, wie nach guten 4 Jahren durchaus zu erwarten, mehr und mehr nach. Die Batterie-Laufzeit liegt bei voll geladenem Gerät mittlerweile bei 90 Sekunden, anders gesagt im Bereich “gar nicht mehr lustig”.

Nichts leichter zu beheben als das, sollte man meinen. Also flugs online die Zubehörlisten durchforstet und alle möglichen Akkus gefunden, allerdings keinen für die 600er-Serie. Ein Anruf beim Vertragshändler ergibt, dass die Akkus für diese Serie nicht mehr als Zubehör, sondern nur noch als Ersatzteil geliefert werden. Bei einem Preis von ca €400,- müsse man zusätzlich noch mit Lieferkosten zwischen 30 und 50 Euro rechnen, meint der freundliche Mensch am anderen Ende durchaus bedauernd.

Öh. Da fängt man schon mal an nachzudenken. Wie lange wird es denn die Festplatte noch machen, die CPU, der Speicher? Nicht, dass ich vom Betrieb her Grund zur Sorge hätte, aber die Komponenten haben vermutlich ihre heimliche Halbwertszeit längst überschritten. Bestelle ich jetzt den Akku, und nächste Woche gibt irgendwas den Geist auf, dann sitze ich auf einem nagelneuen 400€-Teil, das – natürlich, ist man versucht zu sagen – zu keinem anderen Gerät passt. Ganz toll.

Schleicht sich natürlich sofort der vorprogrammierte Gedanke ein: Vielleicht doch lieber ein neues Gerät? Was ja an sich schon völlig absurd ist – oder wenigstens sein sollte – solange das alte Ding funktioniert und für die Arbeitsbedürfnisse ausreicht. Abgesehen davon gibt der Markt zurzeit nichts her, was mich sonderlich reizt. Sind die Dinger stark und leistungsfähig, dann sind sie auch groß und schwer (DVD-RW-Laufwerk im Laptop? Seid ihr blöde?). Sind sie klein und handlich, haben sie – fabriksneu – eine Akku-Laufzeit von 90 Minuten. Die Firewire-Schnittstelle (unverzichtbar, wenn man unterwegs aufgenommene Videos etwas größer als auf 3 Zoll sehen will) kann man sich zunehmend dazudenken.

Der OQO, lange Zeit Objekt der Begierde, hat miserable Kritiken (läuft heiß, Akkulaufzeit, Graphik). Das Toughbook, faszinierendes Konzept für eine möchtegern-Trekkerin wie mich, ist für das Gebotene unverhältnismäßig teuer und kommt ohne Firwire. Der Tablet-PC, mit an sich vernünftigem Preis-Leistungs-Verhältnis, liegt so fragil in der Hand, dass man vermutlich gleich 3 Ersatz-Scharniere mitbestellen müsste, die Tastatur ist klapprig – und Firewire fehlt ihm auch.

Irgendwie nicht so richtig 21. jahrhundert, das alles.