Jemand hat 70 mit Butter gefüllte Schuhe auf einen Berggipfel gestellt, und Herr Schwarzenegger wird Gouverneur von Kalifornien. Beides erscheint mir gleich absurd, wobei es sich bei der Sache mit den Schuhen, wie DN mutmaßt, immerhin auch um einen Akt von Aktionskunst handeln könnte.

Vermutlich bin ich irgendwann im falschen Paralleluniversum gelandet; ‘96 vielleicht oder möglicherweise auch schon ‘91. Das würde einiges erklären.

Hier wundert mich ohnehin gar nichts mehr. Jede zweite Seite von irgendwelchen simplen Tools oder Progrämmchen zwingt einem mittlerweile eine lokalisierte Version auf, ohne die geringste Chance, noch zum Original zu kommen. Ich will keine deutsche Version, von meiner Firewall nicht und von meinem Videoplayer nicht und von meiner Clipboard-Extension auch nicht. Und von meinem Text-Editor schon gar nicht, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil die Wahnsinnigen beim Übersetzen sämtliche Tastaturkürzel geändert haben.

Grmpf. Ich meine, woher glauben die zu wissen, was ich will? Oder wer ich bin? Nur wegen einer IP? Ich könnte doch genau so gut ein chinesischer Austauschstudent sein, dessen Deutschkenntnisse sich auf “Peking-Ente” und “Ein Biel bitte” beschränken. Oder ein New Yorker Manager, der in die letzte Peripherie der Welt, wie er sie kennt, strafversetzt wurde.

Draußen blast es irgendwie stürmisch, schon seit gestern, und meine maroden Oberlichten habe ich mit Gaffa-Tape fixiert. Das Zeug braucht eben nicht nur für Flugzeuge und Bühnenauftritte; auch in der Wohnung ist es nützlich. Mein klappbarer Wäscheständer mit dem gebrochenen Bein steht auch wieder, Dank Gaffa und einem Besenstiel. Klappbar ist er jetzt zwar nicht mehr, aber was solls.