Jahr für Jahr hängt der dicke Katalog an der Türe, und schon, während ich ihn in die Wohnung mitnehme, weiß ich, dass ich auch heuer aller Wahrscheinlichkeit nach nichts daraus kaufen werde. Trotzdem wird der Katalog gewissenhaft durchgeblättert, jedes Mal wieder.

Die Möbel heißen nach Orten, an denen ich schon war, wie Stenskär, Dalarö, Öland oder Rotebro. Oder nach Orten, an die ich gerne einmal reisen möchte. Die Bilder dazu sind hell und lichtdurchflutet und zeigen Idyllen, vor denen man nicht zu fliehen braucht. Die Dekorationsbücher in den Regalen haben schwedische Titel, die man manchmal sogar entziffern kann, und in den Texten daneben stehen Dinge wie: “Wie du dein Heim gemütlicher machen kannst: 1. – Teile es mit einer Katze. Nichts besonderes, aber unerwartet. In einem Möbelkatalog.

Und dann erinnert mich dieser Katalog immer an die Zeiten, wo ich noch so häufig die Wohnung – das Zimmer – gewechselt habe, dass das Freitagsessen in der IKEA-Kantine fest im Wochenplan verankert war. Inbusschlüssel und eingeklemmte Finger waren die Resultate am Abend. Und – things have changed – Köstlichkeiten wie Gravad Lachs, der heute in jedem Supermarktregal liegt, gab es damals nur durch Direktimport. Oder Weihnachten bei IKEA.