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Wolken. Wirren.

Wie man sich denn mit der Fussball-WM beschäftigen könne, fragen manche, wie mit dem Bachmann-Preis, fragen andere, wo doch gerade so viel schief geht in der Welt. Menschen ertrinken im Mittelmeer, und die europäische Politik nimmt das nicht nur hin, sie fördert es geradezu. Der Klimawandel hat die Weltpolitik längst rechts überholt, ihm ist das egal, wer an ihn glaubt. Dazu eine Prise 12-Stunden-Tag und und ein Löfferl ferner-und-doch-viel zu naher Tod. Und eigentlich, eigentlich sollte ich das alles links liegen lassen, denn die Arbeit nimmt sich wieder einmal wichtiger als ihr zusteht.

Aber, es ist. Das Leben ist, das Sterben ist. Gefühle warten nicht auf den Tag, an dem du Zeit hast, die guten nicht und die schlechten erst recht nicht. Der Sommer wartet nicht, die Sonne wartet nicht. Jahrestage warten nicht, und die ToDo-List… na gut, die wartet. Aber halt nicht das Müssen, das dahinter steht.

Ich hab kein Rezept, wie wir aus der politischen, gesellschaftlichen Scheiße rauskommen, in der wir gerade einmal stecken. Aber ich bin ziemlich sicher, dass es keine Lösung ist, sich das letzte bisschen Vergnügen auch noch zu versagen, sei es nun literarisch oder fussballerisch.

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