Als wir, wie empfohlen, an der Margit Hid umsteigen, läuft noch einmal der Stadtmarathon an uns vorbei. Die Sonne scheint recht kräftig, und erst der dritte Bus ist unserer. Ich sitze im Glashäuschen und habe keineswegs vor, mit irgendwelchen Steinen zu werfen. Allerdings frage ich mich, ob es mein Ernst ist, einen Teil dieses strahlend schönen Tag unter Tags zu verbringen.

3 Haltestellen später ein letztes Umsteigen; der Bus am Kolosy Ter aber lässt sich Zeit. “Der fährt erst los, wenn er voll ist” mutmasst der Sufi. Vor dem Fenster ein rotierendes Schild für ein Sushi-Lokal. Vorne am Gehsteig trifft ein Typ mit zwei Hunden eine locker gekleidete Tante. Die Hunde begrüßen sie stürmisch, die beiden einander eher verhalten. Wir vergleichen unsere Pläne mit denen eines anderen Pärchens hinter uns. Was die beiden untereinander reden, erscheint mir holländisch, dem Sufi aber hebräisch (vielleicht sind die beiden ja aus Luxemburg, das Luxemburgische klingt mir immer wie alle anderen Sprachen durcheinander).

Endlich fährt der Bus los. Bergauf durch Neubaugebiet und Weingärten; wir starren aus dem Fenster, sehen einladende Gastgärten. Weit ist es nicht. Gut ausgeschildert ist es auch nicht. Trotzdem finden wir die Höhlen.