Die Hubschrauber kreisen, und die Straßenbahn fährt nicht. Das ist wegen der Demo, die ich wichtig finde, aber ich bin müde und mein Kopf tut weh. Die Youngsters werden das schon machen, denke ich, und meine damit durchaus die 35-Jährigen mit, oder vielleicht: die besonders. Ich habe fast nie Kopfweh, und der Schmerz irritiert mich. Ob er von den vielen Ideen kommt oder von deren fehlender Ausführung? Fühle mich dennoch verpflichtet, die Nachrichten anzuschauen, als würde das etwas ändern. Es klingt anders in den Nachrichten als auf Twitter, nicht gelogen anders, sondern standpunkt-anders, so, wie es normal ist, wenn einer draußen steht und einer mittendrin. Ich sollte da etwas längeres dazu schreiben, denke ich, so wie ich das in letzter Zeit öfter denke, in vielen bunten Grautönen anschreiben gegen die brutale Schwarz-Weiß-Malerei der Foren und sozialen Netzwerke, aber was würde das schon nützen, wer liest denn noch einen Text der nicht kurz und knackig auf ein Sinn-Bildchen passt?

Fuck.  Ich sollt noch was arbeiten, schaff ich heute nicht mehr. Lesen wär auch zu anstrengend. Ich könnt einen Film anschauen, finde nichts was mich interessiert. Musik fällt aus wegen Kopf. Am besten wohl schlafen gehen, aber das mag ich auch nicht, gar nicht. Dieser Tag ist eine Sackgasse, ich schätze, da hilft nur: morgen früh vorsichtig rückwärts ausparken.

Vorsicht Hochspannung! (Note to self: Heute kein Kaffee mehr)