Eine Verwendungsmöglichkeit des Windows-Desktop, die – meiner Beobachtung nach – nur wenige Menschen so nützen wie ich, ist die eines erweiterten Zwischenspeichers. Eine Seite, die ich kommentiert im Weblog linken will, aber ich habe jetzt nicht die Zeit dazu? Link auf den Desktop. Ein File, das irgendwo hin soll, aber ich habe die Email-Adresse nicht/habe gerade keine Netzverbindung? Auf den Desktop. Eine Story, die brennt, die ich aber jetzt gerade nicht fertig schreiben kann? Auf den Desktop. Ein Bild, das irgendwo rein soll, aber nicht sofort? Auf den Desktop. Ein Handbuch, das ich studieren/ausdrucken will? Auf den Desktop. Eine Email, die ich später in aller Ruhe beantworten will? Link auf den Desktop. Etwas, das im Format .doc vorliegt, das ich aber als .pdf oder .jpg brauche (oder irgendwie umgekehrt)? Auf den Desktop.

Mein Desktop ist also eine Mischung aus To-Do-List und Zwischenspeicher. Daraus erklärt sich auch leicht das Glücksgefühl, das mich befällt, wenn ein von links oben bis rechts unten mit Symbolen vollgekleisterter Desktop sich langsam wieder dem Normalzustand (exakt 7 Icons) nähert.

OK, noch sind es 15 Icons. Aber die 8 krieg ich bis zur Abfahrt am Freitag auch noch weg. Hoffentlich.

Es geht übrigens – erstmal – nach Berlin. Irgendwer aus der hochgeschätzten Weblogszene Zeit & Lust auf einen Kaffee nächste Woche?